Hands on Ativ Smart-PC: Windows-8-Tablets von Samsung mit Tastaturdock ausprobiert

Samsungs Kombination aus Tablet und Notebook der Ativ-Reihe gibt es in zwei Varianten: Smart PC (Series 5) und Smart PC Pro (Series 7). Sie unterscheiden sich vor allem durch den Prozessor. Die Pro-Variante hat einen Core i5 der dritten Generation (3317U, 1,7 GHz) und 4 GByte RAM. Das kleine Modell hat nur einen Atom Z2670 mit 1,8 GHz und muss mit 2 GByte RAM auskommen. Der Prozessor ist speziell für Tablets vorgesehen . Wir haben vor allem mit dem kleinen Modell herumexperimentiert. Windows 8 läuft darauf erstaunlich flüssig. Dass nur ein Atom-Prozessor im Gehäuse steckt, war beim Antesten kaum bemerkbar.

Zur Ausstattung gehört auch ein Digitizer samt Stift von Wacom. Der Stift wird hinten im Tablet eingesteckt, ähnlich wie beim Galaxy Note 10.1 . Der Stift ist etwas kleiner konstruiert als die Stifte von Convertibles von Dell, HP oder Lenovo, damit er in das Tablet passt. Er funktioniert, wie zu erwarten war, recht gut. Die Handschrifterkennung von Windows ist bereits in früheren Versionen des Betriebssystems recht gut gewesen. Samsung installiert einige Anwendungen, unter anderem die Notizanwendung, die Android-Nutzer kennen. Sie steht damit in Konkurrenz zu dem recht einfachen Windows Journal.
Der Touchscreen arbeitet kapazitiv und unterstützt bis zu fünf Finger.
Angenehmer Touchscreen
Der Touchscreen wirkt sehr angenehm. Schnelle Bewegungen sind damit ohne Probleme möglich und es kommt auch nicht zu Fehlinterpretationen, wie das bei älteren Wacom-Digitizern der Fall ist. Die Touchscreen-Gesten setzt Samsung praktischerweise auch auf dem Touchpad um. So kann der Anwender von der Seite in das Touchpad hineinwischen, um beispielsweise die Charms auszulösen oder auch zwischen Metro-Apps hin und her zu wechseln. Mit zwei Fingern wird zudem vertikal gescrollt, um den Startbildschirm zu bewegen. Auf älteren Systemen wird normalerweise horizontal auf dem Touchpad gescrollt, um vertikale Bewegungen auszulösen. Tasten für die Charms fehlen dem Smart PC aber.
Das Tablet bietet verschiedene Anschlüsse. Dazu gehören ein Schacht für Micro-SD-Karten, Micro-HDMI und dreimal USB, allerdings nur einmal am Tablet selbst. Außerdem hat das Tablet einen SIM-Karten-Schacht. Alle Ports sind mit dem gleichen Verschluss versehen, den auch Galaxy Tabs und Notes haben. Eine Plastikkappe wird also zur Seite geschoben, wenn der Anschluss benötigt wird, und bietet so zusätzlichen Schutz vor Umwelteinflüssen.
Die Art und Weise, wie das Tablet in das Tastaturdock eingesteckt wird, erinnert ein wenig an Asus' Transformer-Tablets. Im Dock befindet sich aber kein Akku. Außerdem muss am Scharnier ein Knopf zum Lösen gedrückt werden. Das Herausheben funktioniert recht einfach. Für das Zusammenstecken braucht es aber ein wenig Übung. Die Kombination wiegt 1,45 kg, ohne Tastaturdock wiegt das Atom-Modell 750 g. Das i-Core-Modell ist etwas schwerer.
Samsungs Smart PC bietet noch zahlreiche andere Funktionen, die aufgrund des fehlenden Datenblatts erst einmal nur ungenau beschrieben werden können. Die WLAN-Einheit stammt von Broadcom und bietet 802.11a/n (5 GHz) und 802.11b/g/n (2,4 GHz). Sie meldet sich als eine SDIO-Einheit. Außerdem hat das Gerät einen Annäherungssensor, den wir aber nicht ausprobieren konnten.
Die Geräte werden mit Windows 8 ausgeliefert. Laut Samsung sind die Ativ-Smart-PCs aber auch mit Windows 7 kompatibel.
Die Ativ-Geräte werden voraussichtlich am 26. Oktober 2012 ausgeliefert, also zum Start von Windows 8. Die Preise liegen zwischen 800 und 1.200 Euro.
Unter der Marke Ativ will Samsung in Zukunft mehrere Geräte auf den Markt bringen. Geplant sind PCs beispielsweise in Form von Convertibles, Tablets und auch Smartphones. Samsung fasst damit eigentlich voneinander getrennte Gerätetypen unter einer Marke zusammen.



