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Hands on Asus Transformer Book T300FA: Das günstigste Detachable mit Core M

Ein Detachable mit Core M muss nicht teuer sein: Asus ' Transformer Book T300FA kostet nur 600 Euro. Die Nachteile sind das Gewicht, das Display und vermutlich die Akkulaufzeit.
/ Marc Sauter
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Transformer Book T300FA (Bild: Asus)
Transformer Book T300FA Bild: Asus

Bisher sind Geräte mit Core M kaum verfügbar und die, die es gibt, kosten viel Geld - Lenovos Yoga 3 Pro etwa ist für 1.600 Euro gelistet. Bei der Ankündigung der neuen Prozessormarke versprach Intel jedoch einen Startpreis von 600 Euro, Asus lässt dieser Ansage mit dem Transformer Book T300FA Taten folgen. Es ist ein Detachable, also ein Tablet mit Tastatur-Dock.

Da wir zuletzt das Yoga 3 Pro getestet haben, wirkt das Transformer Book gleich noch schwerer: Das Tablet und das Tastaturdock des T300FA wiegen je 800 Gramm - für ein 2-in-1-Gerät ein sehr hohes Gewicht. Zum Vergleich: Das Convertible von Lenovo bringt es auf nur drei Viertel dieses Gewichts.

Asus Transformer Book T300FA - ausprobiert
Asus Transformer Book T300FA - ausprobiert (01:03)

Müssten wir das T300FA mehrere Tage hintereinander auf einer Messe herumtragen - uns wäre es ein bisschen zu schwer. Wird das Transformer Book aber nur zur Uni oder ins Büro transportiert, so ist das Gewicht akzeptabel.

Allerdings zeigt sich auch beim Touchdisplay, warum das Yoga 3 Pro weit mehr als doppelt so teuer ist wie das T300FA: Das IPS-Panel des Detachables ist mit 12,5 Zoll Diagonale zwar etwas kleiner, löst aber mit geringen 1.366 x 768 Bildpunkten auf. Auf dem Modern-UI stört dies wenig, im Desktopbetrieb hingegen fällt die geringe Pixeldichte sofort auf.

Obendrein spiegelt das Display des Transformer Book stark, im direkten Vergleich mit dem Yoga 3 Pro ist die nochmals geringere maximale Helligkeit gut zu erkennen. Ohne diese vor Ort messen zu können, tippen wir auf durchschnittlich dunkle 250 cd/m².

Nur ohne HDD lautlos

Asus verkauft das Transformer Book T300FA mit unterschiedlicher Ausstattung: Das von uns angesehene US-Modell hat 4 GByte DDR3-Arbeitsspeicher, eine 64 GByte große eMMC im Tablet und eine zusätzliche 1-TByte-Festplatte im Tastaturdock.

Diese ist über eine mit zwei Schrauben gesicherte Bodenklappe leicht erreichbar. Wer also die günstigste, nur mit der eMMC versehene Version des Transformer Book kauft, kann nachträglich eine 2,5-Zoll-HDD oder eine SSD verbauen.

Die 1-TByte-Festplatte ist übrigens das einzige Bauteil im T300FA, das Geräusche macht. Laut Asus wird der Core M-5Y10 im Tablet passiv gekühlt, wir konnten keinen Lüfter entdecken oder hören. Hier zahlt es sich aus, dass das Transformer Book vergleichsweise dick und schwer ist, so bleibt viel Platz für die Kühlung.

Hinsichtlich der Geschwindigkeit fühlt sich das T300FA manchmal etwas träger an als das Yoga 3 Pro mit dem Core M-5Y70 . Der Unterschied ist jedoch auf die lahme eMMC zurückzuführen, der Prozessor selbst ist kaum langsamer.

Die Akkulaufzeit des Transformer Book schätzen wir auf kurze 4 bis 5 Stunden im Notebookbetrieb und auf 5 bis 6 Stunden im Tabletmodus. Asus verbaut im Tablet einen 30-Wh-Akku und liefert ein 20-Watt-Netzteil mit. Im Tastaturdock steckt einzig die optionale Festplatte, aber kein zweiter Akku.

Erstes Fazit

Grundsätzlich gefällt uns das Asus Transformer Book T300FA: Es ist deutlich flotter als ein Atom-basiertes Detachable, mit 600 Euro aber auch teurer. Andere 2-in-1-Geräte mit Intels Core M kosten mindestens 100 Euro mehr, beispielsweise HPs Envy 13, das T300FA schließt diese Lücke.

Abstriche müssen Käufer beim Gewicht, den Maßen und dem Display machen. Wer ein flottes Detachable für den Schreibtisch mit Tabletoption fürs Wohnzimmer oder ein Arbeitsgerät sucht, das selten länger als ein paar Stunden ohne Steckdose verwendet wird, sollte sich das Transformer Book näher anschauen.

In Deutschland soll das T300FA im ersten Quartal 2015 erscheinen.


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