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Hands Free Payment: Google startet fragwürdiges Bezahlsystem

Google erprobt ein neues Verfahren, um das Bezahlen mit dem Smartphone komfortabler zu machen. In dem Pilotprojekt muss der Käufer dem Händler nur sagen, dass er zahlen möchte, das Smartphone bleibt in der Tasche. Der Komfortgewinn macht das Bezahlen aber unsicherer.

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Google startet mit Hands Free Payment.
Google startet mit Hands Free Payment. (Bild: Google)

Hände frei beim Bezahlen - das ist das Hauptziel von Googles neuer Bezahlmethode namens Hands Free Payment. Das Besondere an dem Bezahlsystem ist die Abwicklung: Der Kunde muss sein Smartphone nicht in die Hand nehmen und erklärt dem Menschen an der Kasse nur, dass er mit Google zahlen will. Dann wird die betreffende Ware bargeldlos bezahlt. Der Komfortgewinn erhöht aber die Missbrauchsgefahren.

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Mit einer Verspätung von mehreren Monaten hat Google das Pilotprojekt für Hands Free Payment begonnen. Wie geplant, gibt es die Bezahlmethode nur in ausgewählten Restaurants von McDonald's und in Filialen der Pizzakette Papa John's in San Francisco und Umgebung. Außerdem sollen einige örtliche Restaurants am Pilotprojekt beteiligt sein. Google machte keine Angaben dazu, wann das Pilotprojekt in welchem Umfang ausgeweitet wird.

Einkaufen mit den eigenen Initialen

Will der Kunde mit Googles Bezahlsystem einkaufen, dann sagt er es und nennt dazu die Initialen seines Namens. Nur anhand der Initialen und mit einem im Hands-Free-Payment-Konto des Käufers hinterlegten Porträtfoto überprüft der Händler die Identität des Käufers. Google machte keine Angaben dazu, ob das gesamte Personal der teilnehmenden Händler entsprechend ausführlich geschult wurde, um eine Person anhand eines Fotos zweifelsfrei identifizieren zu können. Das macht den Bezahlvorgang wesentlich unsicherer, als wenn mit einer Kreditkarte erst nach Eingabe einer PIN bezahlt werden kann.

Wer an Hands Free Payment teilnehmen möchte, braucht ein Android- oder iOS-Smartphone sowie eine entsprechende App, die Google kostenlos im Play Store und im App Store bereitstellt. In der App muss der Kunde seine Kreditkartendaten hinterlegen, die eigentliche Bezahlung erfolgt also per Kreditkarte. Sobald das Smartphone entsprechend konfiguriert ist, bestimmt es mittels GPS, Bluetooth und WLAN die aktuelle Position des Käufers. Damit soll verhindert werden, dass der Dienst allzu leicht missbraucht werden kann. Nur wenn sich das Smartphones des Käufers im Laden befindet, kann er dort einkaufen.

Komfortgewinn erhöht Sicherheitsrisiko

Aber damit allein kann nicht verhindert werden, dass Unbefugte auf Kosten des Hands-Free-Payment-Kunden einkaufen. Die mögliche missbräuchliche Nutzung des Dienstes sieht auch Google als Problem. Wer den Hands-Free-Payment-Kunden beim Einkauf belauscht und so an die Initialen des Käufers gelangt, muss in den Besitz des Smartphones gelangen. Wenn der Unbefugte dem Käufer halbwegs ähnlich sieht, braucht er nur an einen Verkäufer zu gelangen, der nicht so genau hinschaut.

Damit Hands-Free-Payment-Kunden in einem solchen Fall keine unangenehmen Überraschungen erleben, will Google den Käufer informieren, wenn ungewöhnliche Einkäufe bemerkt werden. Wie Google das schaffen will, wenn dem Käufer sein Smartphone entwendet wurde, bleibt hierbei allerdings offen. Verdächtige Einkäufe werden erst dann bezahlt, wenn der Kunde das auf seinem Smartphone explizit bestätigt hat - und damit ist es mit dem Versprechen von Google vorbei, dass das Smartphone beim Bezahlvorgang in der Tasche bleiben kann.

Automatische Gesichtserkennung wird erprobt

Google gab an, dass in einzelnen Läden auch eine automatische Erkennung des Kunden erprobt wird. Das Gesicht des Käufers wird dabei von einer Kamera erfasst, die das aufgenommene Gesicht mit dem Profilbild des Käufers vergleicht. Damit soll der Bezahlvorgang nochmals beschleunigt werden. Ob er damit eher sicherer oder unsicherer wird, ist derzeit schwer abzuschätzen. Die von der Kamera im Shop aufgenommenen Fotos werden unverzüglich gelöscht, verspricht Google. Falls also ein Dieb mit einem entwendeten Smartphone in einem solchen Laden einkauft, könnte dieser nicht anhand der Fotos identifiziert werden.

Wer sich als Kunde am Pilotprojekt in San Francisco beteiligt, erhält von Google beim ersten Einkauf eine Gutschrift von 5 US-Dollar als Anerkennung für die Teilnahme an dem Projekt.



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HagbardCeline 04. Mär 2016

mir geht es weniger um das "wie bezahle ich" mehr das verwalten und administrieren meiner...

M.P. 03. Mär 2016

Wozu gibt es Graphologen?

yuu 03. Mär 2016

für die des englischen mächtigen https://www.youtube.com/watch?v=yDOtENyOxyA mag zwar...

theonlyone 03. Mär 2016

Eben, mit RFID chips würde man sich die Kasse ganz sparen. Man nimmt sich was man will...

Thegod 03. Mär 2016

- Mittels Bluetooth Smart (falls möglich) sicherstellen das sich der Käufer maximal zwei...


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