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Amazons Handmade-Rubrik startet in Deutschland.
Amazons Handmade-Rubrik startet in Deutschland. (Bild: Amazon)

Handmade: Amazon verlangt von Verkäufern mehr als Dawanda

Amazons Handmade-Rubrik startet in Deutschland.
Amazons Handmade-Rubrik startet in Deutschland. (Bild: Amazon)

Amazon ist mit seiner Handmade-Rubrik auch in Deutschland an den Start gegangen. Dort finden Kunden ausschließlich handgefertigte Produkte. Kunsthandwerker erhalten eine neue Plattform für den Vertrieb. Im Vergleich zu Dawanda und Co. ist der Vertrieb über Amazon aber deutlich teurer.
Von Ingo Pakalski

Mit einem Jahr Verzögerung hat Amazon seinen Handmade-Bereich nach Deutschland gebracht. In den USA gibt es die Sonderrubrik für Kunsthandwerker seit Herbst 2015. In der neuen Rubrik sollen Kunden bequem verschiedene handgemachte Produkte finden. Das reicht von von individuell gestaltetem Schmuck über selbst entworfenes Geschirr, handgefertigte Taschen oder selbstgenähte Kleidung bis hin zu individuell entworfenen Gewürzdosen.

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Verkäufer zahlen bei Amazon deutlich mehr

Mit der neuen Handmade-Rubrik stellt sich Amazon stärker als bisher in Konkurrenz zu den Verkaufsplattformen Dawanda und Etsy, die beide gezielt Kunsthandwerker ansprechen und kleineren Unternehmen die Möglichkeit bieten, Kunden zu gewinnen.

Im direkten Vergleich ist Amazon trotz einer zeitlich befristeten Ermäßigung die teuerste Plattform für Verkäufer. Dawanda und Etsy verlangen pro eingestelltem Artikel eine Provision von 10 bis 30 Cent, auch wenn kein Verkauf stattfindet. Für jedes verkaufte Produkt fallen dann noch einmal 3,5 Prozent bei Etsy und 5 Prozent bei Dawanda an.

Handmade nur mit Professionell-Abo

Für etwas mehr als ein Jahr behält Amazon für alle über Handmade verkauften Artikel eine pauschale Provision von 12 Prozent oder mindestens 50 Cent ein. Das gilt bis Ende Dezember 2017, danach gelten die bei Amazon üblichen Provisionen, so dass Verkäufer wohl mindestens 15 Prozent einplanen müssen.

Jeder Kunsthandwerker, der seine Produkte bei Handmade anbieten möchte, muss zwingend das Professionell-Abo wählen. Ebenfalls bis Ende Dezember 2017 fallen dafür keine Gebühren an, danach zahlen Kunsthandwerker pro Monat 39 Euro. Im Preis sind beliebig viele Produkteinstellungen enthalten, so dass der Verkäufer mit festen Kosten kalkulieren kann. Für kleine Kunsthandwerksbetriebe mit geringem Umsatz und kleinem Sortiment ist die Investition bei Amazon damit deutlich höher als bei Dawanda und Etsy.

Bis zu vier Wochen Wartezeit

Wer als Kunsthandwerker in Amazons Handmade-Rubrik aufgenommen werden möchte, muss sich dazu erst beim Anbieter bewerben. Die Prüfdauer beträgt laut Amazon derzeit bis zu vier Wochen. Dazu müssen Verkäufer eine ausführliche Beschreibung der Produkte mit Belegfotos, Details zum Produktprozess und den verwendeten Materialien angeben. Der Anbieter möchte sicherstellen, dass garantiert nur handgefertigte Produkte in der Rubrik zu finden sind. Käufern soll damit ein positives Einkaufserlebnis geboten werden.

Wer bereits als Kunsthandwerker bei Amazon gelistet ist und seine Produkte in Handmade aufführen darf, muss seine Produkte in Handmade überführen. Amazon verspricht, dass die bisherigen Produktbewertungen der Kunden erhalten bleiben. Damit sollen Doppeleinträge im Onlineshop vermieden werden.

Wer bereits bei Amazon als Kunsthandwerker aktiv ist, muss seine Produkte nicht zwingend in Handmade anbieten, sondern kann diese weiterhin im regulären Shop-Bereich belassen. Für kleine Betriebe hat das den Vorteil, dass sie ab übernächstem Jahr nicht zwingend die Abogebühren für den Professionell-Tarif bezahlen müssen.


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goto10 28. Sep 2016

Schön. Dann brauchen wir noch eine News Seite, einen E-Mail Anbieter, einen Spiele...

Palerider 28. Sep 2016

Hat das was mit Karikatur zu tun? ;-P Oder meinst Du karitativ? Dann hast Du Recht.

Midian 28. Sep 2016

Stimme dir zu. Bei Dawanda habe ich schon so einige tolle individuelle Geschenke für...



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