Abo
  • Services:

Handle: Boston Dynamics baut rollenden Roboter

Pirouetten und Sprünge: Boston Dynamics rollender Roboter bewegt sich schnell und elegant - und beherrscht sogar ein paar Transformers-Tricks.

Artikel veröffentlicht am ,
Rollender Roboter Handle:  Bewegungsabläufe wie ein Inline-Skater
Rollender Roboter Handle: Bewegungsabläufe wie ein Inline-Skater (Bild: Boston Dynamics/Screenshot: Golem.de)

Das ist mal etwas anderes: Boston Dynamics rollt. Bisher hat das US-Robotikunternehmen sehr gute Laufroboter gebaut. Der neue Roboter Handle rollt - und das ziemlich elegant.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Handle ist etwa zwei Meter groß und fährt auf zwei Rädern. Er hat zwei Arme, die zwei Funktionen haben: Zum einen kann er damit bis zu 45 Kilogramm schwere Lasten tragen. Zum anderen dienen sie ihm dazu, die Balance zu halten. Der Torso, in dem auch die Steuerung untergebracht ist, sitzt oben auf dem Roboter, was ihm ein etwas merkwürdiges Aussehen verleiht - zumal der Torso schwenkbar ist, was ebenfalls der Balance dient.

Handle richtet sich auf

Der merkwürdige Eindruck verflüchtigt sich jedoch sofort, wenn sich Handle in Bewegung setzt. Für den Transport oder zum Verstauen kann sich der Roboter in ein handliches Paket falten. Soll er aktiv werden, richtet er sich in Transformers-artiger Manier auf und fährt los.

Knapp 15 Kilometer pro Stunde schnell rollt der Roboter. Dabei erinnert er von den Bewegungsabläufen her an einen Inline-Skater: Wie auch bei den anderen Robotern von Boston Dynamics üblich, sind die Bewegungsabläufe elegant und flüssig. So kann Handle Pirouetten drehen, Kniebeugen machen oder aus voller Fahrt 1,2 Meter hoch springen. Er verliert auch nicht das Gleichgewicht, wenn er Treppen oder einen unbefestigten Hang hinabfährt.

Der Antrieb ist hydraulisch und elektrisch

Der Roboter wird von elektrischen und hydraulischen Aktoren angetrieben. Die werden von Akkus auf dem Roboter mit elektrischer Energie versorgt. Die Reichweite mit einer Akkuladung beträgt rund 24 Kilometer.

Sie hätten schon länger die Idee gehabt, eine rollenden Roboter zu bauen, sagt Marc Raibert, Gründer und Chef vom Boston Dynamics, dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Ausgehend vom Humanoiden Atlas, von dem auch der Torso stammt, hätten sie im vergangenen Sommer damit angefangen und nach einem halben Jahr "etwas Funktionsfähiges" gehabt.

Die anderen Roboter laufen

Boston Dynamics hat sich bisher auf Laufroboter - zwei- und vierbeinige - spezialisiert, darunter etwa den Lastenroboter Alpha Dog oder den schnellen Cheetah. Die Prinzipien für Balance, Bewegung und Manipulation seien beim Handle jedoch die gleichen, schreibt Boston Dynamics.

Vorteil des Rollens sei die einfachere Konstruktion: So komme Handle mit nur zehn angetriebenen Gelenken aus. Außerdem ist Fahren effizienter als Gehen. Nachteil ist allerdings, dass das Fahren nur auf ebenem Untergrund wirklich gut funktioniert. Ein sicher gehender Roboter hingegen kann sich auch in unwegsamem Gelände fortbewegen. Auch dafür hat Boston Dynamics eine Lösung gefunden: "Indem wir Räder und Beine kombinieren, bekommt Handle das Beste aus beiden Welten", sagt Raibert. Echt Transformers eben.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)
  2. 19€ für Prime-Mitglieder
  3. (u. a. HP 27xq WQHD-Monitor mit 144 Hz für 285€ + Versand - Bestpreis!)
  4. 288€

FreiGeistler 01. Mär 2017

Nah. Eigentlich erst seit er Ackerbau betreibt/sesshaft ist.

Neuro-Chef 01. Mär 2017

Als Marathonläufer, solange er über keine Waffensysteme verfügt^^

ahoihoi 01. Mär 2017

https://www.youtube.com/watch?v=x_0XKlF_sH4

McWiesel 28. Feb 2017

... und hat erhebliche Schwierigkeiten oder scheitert gänzlich schon an verhältnismäßig...

ArcherV 28. Feb 2017

... an die finale Szene von Battlestar Galactica, dort wurde zum Abschluss ja die heutige...


Folgen Sie uns
       


Nubia X - Hands on (CES 2019)

Das Nubia X hat nicht einen, sondern gleich zwei Bildschirme. Wie der Hersteller die Dual-Screen-Lösung umgesetzt hat, haben wir uns auf der CES 2019 angeschaut.

Nubia X - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Geforce GTX 1660 Ti soll 1.536 Shader haben
  2. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  3. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor

Elektroauto: Eine Branche vor der Zerreißprobe
Elektroauto
Eine Branche vor der Zerreißprobe

2019 wird ein spannendes Jahr für die Elektromobilität. Politik und Autoindustrie stehen in diesem Jahr vor Entwicklungen, die über die Zukunft bestimmen. Doch noch ist die Richtung unklar.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Monowheel Z-One One Die Elektro-Vespa auf einem Rad
  2. 2nd Life Ausgemusterte Bus-Akkus speichern jetzt Solarenergie
  3. Weniger Aufwand Elektroautos sollen in Deutschland 114.000 Jobs kosten

IT-Sicherheit: 12 Lehren aus dem Politiker-Hack
IT-Sicherheit
12 Lehren aus dem Politiker-Hack

Ein polizeibekanntes Skriptkiddie hat offenbar jahrelang unbemerkt Politiker und Prominente ausspähen können und deren Daten veröffentlicht. Welche Konsequenzen sollten für die Sicherheit von Daten aus dem Datenleak gezogen werden?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Datenleak Ermittler nehmen Verdächtigen fest
  2. Datenleak Politiker fordern Pflicht für Zwei-Faktor-Authentifizierung
  3. Politiker-Hack Wohnung in Heilbronn durchsucht

    •  /