Handheld: Playdate wird teurer und bekommt erweitertes Ökosystem

Im April 2022 hat das nordamerikanische Unternehmen Panic das Playdate veröffentlicht. Nun kündigt die Firma eine Preiserhöhung an: Ab dem 7. April 2023 kostet das nur beim Hersteller erhältliche Handheld rund 200 US-Dollar - bislang sind es 180 US-Dollar. Besteller aus Europa müssen beim Import mit Zollgebühren rechnen, die ebenfalls steigen dürften.
Als Grund für die Preiserhöhung nennt Panic steigende Produktionskosten. Weil man eine Geschäftspolitik "sehr niedriger Gewinnmargen" verfolge, um das Gerät möglichst günstig anbieten zu können, müssten die Kosten nun weitergereicht werden.
Gleichzeitig kündigte Panic an, einen kuratierten Spielestore eröffnen zu wollen, den Playdate Catalog(öffnet im neuen Fenster) . Darin finden sich derzeit 16 Spiele, die alle von unabhängigen Entwicklern produziert wurden. Die Preise liegen zwischen 1 US-Dollar und 15 US-Dollar.
Außerdem gibt es ein paar kostenlose Games. Bekannte Serien oder Lizenzumsetzungen sind nicht im Angebot des Playdate verfügbar.
Playdate: SDK, Simulator und Editor
Schon länger können Spieler oder Entwickler mit dem von Playdate selbst veröffentlichten SDK eigene Anwendungen für das Handheld in Lua und C programmieren und diese auf einem Simulator für PC (Windows, MacOS und Linux) ausprobieren.
Dieser Simulator ist gleichzeitig für einen zweiten Editor gedacht, den ebenfalls Panic veröffentlicht hat. Er trägt den Namen Playdate Pulp, es handelt sich um ein browserbasiertes Werkzeug, mit dem man ohne Programmierkenntnisse simple Umgebungen bauen kann.

Playdate verfügt über ein Sharp-Memory-LCD-Display mit einer Auflösung von 400 x 240 Pixeln, das ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt. Die Steuerung erfolgt vor allem über eine Kurbel an der Seite, mit der etwa die Figuren bewegt werden - abhängig vom jeweiligen Spiel.



