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Handheld-Konsole: Steamdeck-Entwicklung wird nie abgeschlossen sein

Valve will seine Spielekonsole Steamdeck stetig weiterentwickeln. Ein großes Upgrade könnte vor allem beim Display und der Akkulaufzeit ansetzen.
/ Martin Böckmann
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Seit Erscheinen gab es über 90 Software-Updates, einige davon mit größeren neuen Funktionen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Seit Erscheinen gab es über 90 Software-Updates, einige davon mit größeren neuen Funktionen. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Im Interview mit The Verge(öffnet im neuen Fenster) haben die Valve-Entwickler Lawrence Yang und Pierre-Loup Griffais über die weitere Entwicklung des Valve Steamdeck gesprochen. Dabei gibt es eine Vielzahl an Punkten, die bei der Konsole verbessert werden sollen. Für eine komplett neue Version soll der Fokus vor allem auf dem Bildschirm und der Akkulaufzeit liegen. Auch sind Software-Features ein großer Teil der weiteren Entwicklung.

Hardwareseitig bemüht sich Valve seit Verkaufsstart, Lösungen für kleinere Probleme zu finden und diese sowohl in der laufenden Produktion zu beheben als auch aktualisierte Ersatzteile über den Partner iFixit bereitzustellen. Um etwa die Lautstärke der Konsole insbesondere bei Modellen mit Delta-Lüfter zu reduzieren, werden Steamdecks nun mit etwas schalldämmendem Schaumstoff gebaut, nachdem Kunden die Lautstärke bei diesem Hersteller kritisiert hatten.

Auch der Austausch des Akkus(öffnet im neuen Fenster) soll einfacher werden. In der aktuellen Revision wurde die Anordnung der Klebestreifen für den Akku geändert, um den Austausch zu erleichtern. Die Entwickler gaben außerdem den Grund an, warum der Akku nicht einfach passgenau verschraubt wird: Akkus verändern im Lauf der Zeit ihre Größe. Eine Halterung zu entwickeln, in der ein Akku ohne Klebstoff fest sitzt und gleichzeitig Raum hat, sich über die Lebenszeit auszudehnen, ist offenbar alles andere als einfach. Daher greift man aktuell noch zu Klebestreifen.

Vorerst kein leistungsfähigeres SoC

Zudem wurden einige Knöpfe und Schalter der Konsole angepasst, um die Haptik zu verbessern. Die Entwickler gehen nicht davon aus, in absehbarer Zeit mit der Entwicklung fertig zu werden. Sobald sie mit einem Projekt fertig seien, ergäben sich daraus direkt neue Ideen, die sie ebenfalls umsetzen möchten. Ein Großteil der Arbeit sei außerdem softwareseitig und betrifft sowohl das UI der Konsole als auch die Anpassung von Spielen im Speziellen. Die Entwickler sehen die Konsole daher eher als dauerhaftes Projekt, nicht wie ein klassisches Produkt.

Ein Steamdeck Pro wird es in naher Zukunft wohl nicht geben. Wenn einzelne Komponenten wie der Akku, das SoC oder der Bildschirm ersetzt werden sollten, möchte man vorerst bei der gleichen Performance bleiben. So sollen Kunden und Entwickler genau wissen, welche Performance sie von einem Steamdeck erwarten können. Erst wenn die Upgrades so signifikant werden, dass damit ein neues Niveau erreicht wird, werde man darüber nachdenken.

Konkurrenzprodukte mit AMD Ryzen-6800U sieht Valve demnach gar nicht als Konkurrenz im negativen Sinne. Zum einen soll das eigene Aerith-SoC deutlich effizienter sein als die Notebook-Chips, zum anderen ist Valve offen dafür, SteamOS auch auf anderen Plattformen zu unterstützen und so eher eine Zusammenarbeit zu suchen, als in Konkurrenz zu treten.

Valve hatte in den ersten Monaten nach der Vorstellung der Konsole mitten in der schwersten Zeit der Chipkrise einige Probleme, überhaupt genügend Konsolen zu produzieren, um die Nachfrage zu decken. Genaue Verkaufszahlen nennt Valve weiterhin nicht. Jedoch soll jede Konsole, die hergestellt wird, aktuell zeitnah einen Abnehmer finden. Dabei finden sich mit steigender Nutzerzahl auch weiterhin Bugs sowie Wünsche nach zusätzlichen Funktionen.


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