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Handheld-Konsole: Lenovo Legion Go nach Bios-Update unbrauchbar

Ein fehlerhaftes Firmware-Update führt beim Lenovo Legion Go zu Systemabstürzen. Betroffene Geräte starten nicht mehr.
/ Nils Matthiesen
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Ein fehlerhaftes Update beschädigt Lenovo-Handheld Legion Go. (Bild: Lenovo)
Ein fehlerhaftes Update beschädigt Lenovo-Handheld Legion Go. Bild: Lenovo

Besitzer des Handhelds Lenovo Legion Go berichten seit mehreren Wochen über schwerwiegende technische Probleme mit ihren Geräten, berichtet Windows Central(öffnet im neuen Fenster). Ein offizielles Bios-Update mit der Version N3CN42WW führe nach der Installation zu einem vollständigen Systemausfall.

Das Betriebssystem starte anschließend nicht mehr. Lediglich die Beleuchtung an den Controllern sowie der Einschaltknopf zeigten noch eine Reaktion. Von den Störungen sind sowohl die Basisausführung als auch die Variante mit dem Prozessor AMD Z1 Extreme betroffen. Die Ende 2023 erschienene mobile Konsole läuft mit Windows 11 und nutzt AMD-Hardware, um mit Konkurrenzgeräten wie dem Steam Deck oder dem Asus ROG Ally zu konkurrieren.

Hohe Kosten bei Reparaturen außerhalb der Garantie

Nach Angaben betroffener Anwender traten die Fehler auf, obwohl sie alle Vorgaben des Herstellers für die Aktualisierung einhielten. Das Netzteil sei während des Prozesses am Gerät geblieben und die Nutzer hätten keinen manuellen Neustart durchgeführt. Anwender ohne verbliebenen Garantieanspruch stehen nun vor hohen Ausgaben. In Foren teilen Betroffene Kostenvoranschläge von Lenovo über rund 237 Euro für die Wiederherstellung des Geräts. Angesichts des ursprünglichen Verkaufspreises von knapp 800 Euro bedeutet dies eine erhebliche finanzielle Belastung. Kunden mit bestehender Garantie erhalten die Reparatur kostenfrei.

Genaue Anzahl betroffener Konsolen bleibt unklar

Innerhalb der Nutzergemeinschaft warnen Betroffene derzeit ausdrücklich vor dem Einspielen der Version N3CN42WW. Anwender empfehlen, auf das Update zu verzichten, bis der Hersteller eine fehlerfreie Version bereitstellt. Einzelne erfahrene Nutzer entwickelten eigenständige Methoden zum Zurücksetzen der Firmware. Diese Schritte sind für Laien allerdings kompliziert und mit Risiken verbunden.

Eine offizielle Stellungnahme von Lenovo liegt bislang nicht vor. Dadurch bleibt unklar, ob das Unternehmen an einer Korrektur arbeitet. Auch, wie viele Konsolen weltweit exakt betroffen sind, lässt sich derzeit nicht beziffern. Während Berichte in mehreren Foren bestätigte Fälle belegen, bewerten Branchenmedien(öffnet im neuen Fenster) das Gesamtausmaß auf eine im Verhältnis zu den Verkaufszahlen bislang geringe Zahl öffentlich bekannter Fälle, ohne das tatsächliche Gesamtausmaß zu bewerten. Zudem liegt seitens der Fachpresse(öffnet im neuen Fenster) noch keine Bestätigung für einen generellen Fehler in der Firmware vor.


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