Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Handelsstreitigkeiten: Huaweis Notebook-Sparte ist in Gefahr

Die Produktion von Notebooks mit Huawei -Logo wurde mehreren Medienberichten zufolge eingestellt. Der Grund ist der Handelsstreit mit den USA. Wann die Produktion wieder aufgenommen werden kann, ist unklar.
/ Andreas Sebayang
8 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die Matebooks sind in Gefahr. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Matebooks sind in Gefahr. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Der Streit zwischen der US-Regierung und der chinesischen Regierung trifft Huawei offenbar ein weiteres Mal. Wie Notebookcheck unter Berufung auf eigene Quellen(öffnet im neuen Fenster) sowie der gedruckten Ausgabe der Digitimes berichtet, ist das gesamte Notebook-Geschäft des Konzerns in Gefahr.

Die erst wenige Jahre alte Sparte kann derzeit nicht fortgeführt werden. Informationen von Notebookcheck zufolge hat das Unternehmen Huawei bereits vorher eine Order von 16-Zoll-Panels storniert. Die gedruckte Ausgabe der Digitimes bestätigt weitere Einschränkungen. Huawei gelang es innerhalb kürzester Zeit, einige Achtungserfolge im Notebookdesign zu erzielen.

Hintergrund der Probleme bei der Produktion ist der nationale Technologienotstand, den Donald Trump per Dekret erlassen hat . Kurz darauf wurde Huawei auf eine sogenannte Entity List gesetzt. Handel mit Huawei braucht zunächst eine Genehmigung. Da zahlreiche wichtige IT-Institutionen an US-Recht gebunden sind, sind die Auswirkungen auf Huawei enorm.

Huawei Matebook 13 (2019) – Test
Huawei Matebook 13 (2019) – Test (01:37)

Doch Huawei hat auch viele US-Unternehmen auf seiner Seite. Die haben einen 90-tägigen Aufschub des Boykotts bei der US-Regierung durchsetzen können, was im Endkundengeschäft vor allem die Android-Geräte betrifft. Die Notebooksparte schützte das offenbar nicht.

Huawei will derweil so schnell wie möglich auf gerichtlichem Wege dagegen vorgehen , um wieder Geschäfte mit den USA, aber auch international tätigen zu können. Durch die starken Verbindungen mit US-Unternehmen sind Huawei-Produkte weltweit betroffen. Aus dieser Abhängigkeit will sich Huawei aber in Teilen lösen. So plant das Unternehmen, ein eigenes Software-Ökosystem zu schaffen .


Relevante Themen