Handelskrieg: US-Firma Adtran bietet 5G-Technik

Der frühere Siemens-Festnetzbereich bietet als Adtran 5G-Produkte an. Besonders für die letzte Meile (Fixed Wireless Access) hat man bei dem US-Konzern etwas entwickelt.

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Messestand von Adtran
Messestand von Adtran (Bild: Adran)

Der US-Festnetzausrüster Adtran bietet auch Produkte im Bereich 5G an. Axel Schalt, Principal Strategist bei Adtran, sagte Golem.de auf Anfrage, das Unternehmen habe PON-Produkte für die Anbindung der 5G-Anlagen und Mikrowellenausrüstung: "Unser Portfolio für 5G hat zwei wesentliche Standbeine. Zum einen unsere PON-Produkte für den notwendigen Fiber-Ausbau im Access-Bereich, die mit 10G-PON - entweder als XGS-PON, 10G EPON oder NG-PON2 - die notwendige Kapazität für die Anbindung von Macro- oder Small Cells liefern." Zum anderen seien es Produkte im Bereich mmWave bei 24 bis 28 GHz und 60 GHz für Fixed-Wireless-Access auf den letzten Metern oder als Mobile Backhaul von Small Cells.

Adtran hatte im Dezember 2011 das Geschäft mit Ausrüstung für Festnetz-Breitband von Nokia Siemens Networks gekauft. Im Rahmen der Transaktion wechselten 400 Beschäftigte von Nokia Siemens zu Adtran. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht, beinhaltet waren Technologien, Patente und der Kundenstamm. "Und vor NSN waren wir in Deutschland der Bereich Fixed Access bei Siemens", sagte Schalt.

Adtran mit Hauptsitz in Huntsville im US-Bundestaat Alabama ist nach Golem.de-Informationen zusammen mit Huawei Ausrüster für Super Vectoring der Telekom. Die Telekom verbaut Super Vectoring in Deutschland seit April 2017.

Die 5G-Angebote stellen eher einer Verbindung vom Festnetz in die 5G-Technologie dar, sind also von End-to-End weit entfernt. Spannend ist die Technik für Fixed-Wireless-Access, hier haben Telefónica und die Telekom große Pläne für den künftigen 5G-Ausbau für viele Millionen Kunden.

Hintergrund ist, dass US-Präsident Donald Trump wegen des technologischen Vorsprungs bei 5G-Technik von Huawei den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt hat. Das US-Handelsministerium hat alle Geschäfte untersagt, die "ein Risiko für die USA darstellen", und Huawei auf die sogenannte Entity-Liste gesetzt.

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