Handelskrieg: Qualcomm zahlt 2 Milliarden Dollar für geplatzten NXP-Kauf

Der Handelskrieg zwischen den USA und China hat den Kauf von NXP durch Qualcomm für 44 Milliarden US-Dollar verhindert. Es wäre eine der größten Übernahmen in der modernen Wirtschaftsgeschichte gewesen.

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Hauptsitz von Qualcomm in Kalifornien
Hauptsitz von Qualcomm in Kalifornien (Bild: Qualcomm)

Qualcomm gibt die Einstellung der Übernahme von NXP bekannt. Das Angebot werde zurückgezogen, kündigte Qualcomm-Chef Steve Mollenkopf an. Wie der Chiphersteller am 26. Juli 2018 erklärte, wird Qualcomm River Holdings am 26. Juli 2018 eine Kündigungsgebühr in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar an NXP zahlen.

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Für die Übernahme stand noch die Freigabe chinesischer Wettbewerbsbehörden aus, dazu war die Frist gestern verstrichen. Hintergrund ist der Handelskrieg zwischen den USA und China. Mollenkopf erklärte Analysten, die Entscheidung sei "schwierig" gewesen, aber das Unternehmen glaube nicht, dass "eine Änderung des gegenwärtigen geopolitischen Umfelds" in naher Zukunft wahrscheinlich sei.

Was NXP und Qualcomm herstellen

China war der letzte von neun Märkten, die den Kauf genehmigen mussten, der zu den größten Übernahmen von Technologieunternehmen gehört hätte. Die Übernahme wurde im Oktober 2016 bekannt gegeben. Zuletzt hatte der US-Konzern Qualcomm am 20. Februar 2018 angekündigt, statt 39 Milliarden US-Dollar (110 US-Dollar pro Aktie) 44 Milliarden US-Dollar (127,50 US-Dollar pro Aktie)zu zahlen.

Die ehemalige Philips-Halbleitersparte NXP ist vor allem für ihre drahtlos arbeitenden Chip-Produkte bekannt. Die Chips kommen etwa als Mifare oder SmartNX in zahlreichen Zugangssystemen zum Einsatz und werden vom modernen Nahverkehr als Fahrausweise in Form einer Karte eingesetzt. Auch Personalausweise setzen auf NXP-Technik. Das Unternehmen ist außerdem stark im NFC-Markt tätig und ermöglicht in Smartphones das Simulieren von drahtlosen Zahlungssystemen.

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ARM-Prozessoren und Produkte für den Automobilmarkt gehören ebenfalls zu den Angeboten. NXP übernahm 2015 den US-Konkurrenten Freescale für zwölf Milliarden US-Dollar.

Qualcomm ist durch seine WLAN- und WWAN-Chips sowie die dazugehörigen Plattformen bekannt und bietet mit der Snapdragon-Produktreihe leistungsfähige Prozessoren an. Die Systems-on-a-Chip stecken in Smartphones, Tablets, Smart-TVs und Embedded-Systemen. Die dazugehörigen LTE-Modems sind entweder integriert oder werden einzeln verkauft.

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