Handelskrieg: Microsoft lehnt Blockade gegen Huawei ab

Microsofts Chefjustiziar und President Brad Smith hat das Vorgehen gegen Huawei als nicht rechtsstaatlich bezeichnet. Die US-Behörden könnten weiterhin keine Beweise gegen den Technologiekonzern vorlegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Huawei Matebook X Pro Laptop mit Windows
Huawei Matebook X Pro Laptop mit Windows (Bild: Microsoft)

Brad Smith, President und Chief Legal Officer von Microsoft, hat den Umgang der US-Regierung mit Huawei als unamerikanisch bezeichnet. Chinas führender Hersteller von Telekommunikationsausrüstung und Mobiltelefonen sollte die Erlaubnis erhalten, US-Technologie und Software seines Unternehmens zu kaufen.

Stellenmarkt
  1. Android-Entwickler (m/w/d) Infotainment
    e.solutions GmbH, Erlangen
  2. IT-Referent (m/w/d)
    Wirtschaftsrat der CDU e.V., Berlin-Mitte
Detailsuche

Solche Boykottmaßnahmen sollten nicht ohne eine "solide Grundlage an Beweisen, Logik und Rechtsstaatlichkeit" ergriffen werden, sagte Smith der Bloomberg Businessweek. Microsoft hatte die Behörden gebeten, ihr Vorgehen zu begründen. "Oftmals erhalten wir die Antwort: 'Wenn Sie wissen, was wir wissen, würden Sie uns zustimmen", sagte Smith. "Und unsere Antwort lautete: 'Großartig, zeigen Sie uns, was Sie wissen, damit wir selbst entscheiden können. So funktioniert dieses Land."

Microsoft: Überleben des Unternehmens gefährdet

Trump sollte es besser wissen, sagte Smith über den Hotelunternehmer, dessen Konzern mit chinesischen Banken zusammenarbeitet. Einem Technologieunternehmen vorzuschreiben, dass es Produkte verkaufen könne, aber kein Betriebssystem oder Chips, sei, wie einem Hotelkonzern vorzuschreiben, dass er seine Türen öffnen könne, aber keine Betten in den Hotelzimmern oder Essen im Restaurant bereitstelle. In jedem Fall werde das Überleben des Unternehmens gefährdet. "Sie können kein globaler Technologieanführer sein, wenn Sie Ihre Technologie nicht global anbieten können", sagte er.

Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret hatte Donald Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt. Das US-Handelsministerium untersagte alle Geschäfte, die "ein Risiko für die USA darstellen" und setzte Huawei auf die sogenannte Entity-Liste. Beweise für die Anschuldigungen wurden von der US-Regierung bisher nicht vorgelegt.

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Durch den Boykott kann Huawei zwar noch Smartphones mit Android, aber ohne Google-Dienste wie Play Store oder Google Maps verkaufen. Der Nutzer müsste dann etwa bei dem kommenden Mate 30 selbst die Google-Dienste installieren. Die Notebooks und Tablets von Huawei erhalten künftig kein Windows von Microsoft oder Google-Dienste mehr. Weiter sind Chips von allen US-Herstellern wie Intel, Qualcomm oder Broadcom von dem Boykott betroffen, was die kleine Serversparte von Huawei trifft.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elon Musk
Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad

Elon Musk hat klargestellt, dass es für das Model S und das Model X kein normales Lenkrad mehr geben wird. Das D-förmige Lenkrad ist Pflicht.

Elon Musk: Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad
Artikel
  1. Loongson 3A5000: Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz
    Loongson 3A5000
    Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz

    50 Prozent schneller als der Vorgänger-Chip und dabei sparsamer: Der 3A5000 mit LoongArch-Technik stellt einen wichtigen Umbruch dar.

  2. Probefahrt mit EQS: Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise
    Probefahrt mit EQS
    Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise

    Der neue EQS von Mercedes-Benz widerlegt die Argumente vieler Elektroauto-Gegner. Auch die Komforttüren gefallen uns.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  3. Förderprogramm: Bund will Fachkräfte für Akkuindustrie ausbilden lassen
    Förderprogramm
    Bund will Fachkräfte für Akkuindustrie ausbilden lassen

    Die Aus- und Weiterbildung für Fachleute im Bereich Akkuproduktion und -entwicklung wird mit 40 Millionen Euro aus der Staatskasse gefördert.

Kommentator2019 11. Sep 2019

Nö, die bröseln sich auf dem chinesischen Markt anders auf: Xiaomi, ZTE, Lenovo, Oppo...

sarah.s 10. Sep 2019

Rechtlich ist das bestimmt so, nur wäre es ein Problem, wenn sie es doch machen? Was...

Kleba 09. Sep 2019

Der Brad Smith schreibt - meiner Meinung nach - häufiger recht sinnvolle Beiträge zu...

laukes 09. Sep 2019

Bravo Microsoft!



  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% Rabatt auf Amazon Warehouse • ASUS TUF VG279QM 280 Hz 306,22€ • Fractal Design Meshify C Mini 69,90€ • Acer Nitro XF243Y 165Hz OC ab 169€ • Samsung C24RG54FQR 125€ • EA-Promo bei Gamesplanet • Alternate (u. a. Fractal Design Define S2 106,89€) • Roccat Horde Aimo 49€ [Werbung]
    •  /