Handelskrieg: Globalfoundries' China-Fab ist gescheitert

Das Halbleiterwerk für 10 Milliarden US-Dollar bleibt leer, stattdessen rüstet Globalfoundries für das US-Militär auf.

Artikel veröffentlicht am ,
Fab 11 in Chengdu
Fab 11 in Chengdu (Bild: South China Morning Post)

Globalfoundries wird die Fab 11 im chinesischen Chengdu nicht in Betrieb nehmen, das berichtet die South China Morning Post unter Berufung auf ein Statement des Auftragsfertigers. Das Werk war im Frühling 2017 als Joint Venture mit den örtlichen Behörden geplant gewesen, das Investment wurde mit zehn Milliarden US-Dollar angesetzt. Seit der Fertigstellung im Sommer 2018 wurde das Halbleiterwerk aber nie wirklich in Dienst gestellt.

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In der Fab hätten 300-mm-Wafer belichtet werden sollen, geplant war der Einsatz von 22FDX. Die SOI-Technik eignet sich für Automotive, das Internet der Dinge und sparsames Design für etwa Wearables. Dem Jahresreport von 2018 zufolge wurden nur 320 Mitarbeiter statt der über 3.500 geplanten eingestellt, laut Globalfoundries seien nun aber alle Operationen gestoppt und indirekt wurden Entlassungen bestätigt.

Statt sich auf die chinesische Fab 11 zu konzentrieren, legt Globalfoundries den Fokus lieber auf den US-amerikanischen Markt: Die Fab 8 im Bundesstaat New York soll künftig die ITAR-Standards (International Traffic in Arms Regulations) und die Ausführungsverordnung (Export Administration Regulations) erfüllen, welche das US-Verteidigungsministerium (Department of Defense) fordert. Somit sieht sich Globalfoundries in der Lage, auch abseits ehemaliger IBM-Fabs noch Logikchips für das US-Militär zu produzieren.

Der Schritt überrascht nicht, denn der taiwanische Konkurrent TSMC - der weltgrößte Auftragsfertiger - will eine Fab in den USA bauen. Die Investitionssumme beläuft sich auf 12 Milliarden US-Dollar bis 2029, wobei unklar ist, wie hoch die staatlichen Subventionen seitens der USA ausfallen sollen. Für Globalfoundries konnte die Umrüstung der Fab 8 wichtig werden; aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wurden 2019 die Fab 10 verkauft und die ASIC-Sparte abgestoßen.

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PerilOS 24. Mai 2020

Den DE/EU/Welt B2B Markt interessiert Konsumerware nicht. Hier in DE wird...

jones1024 22. Mai 2020

Standards, die chinesische Standorte natürlich niemals erfüllen werden. So kann man...



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