Handelskrieg: Ericsson schließt großes Forschungszentrum in China

Der Umsatz von Ericsson in China ist infolge des Handelskrieges mit den USA stark eingebrochen.

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Ericsson-Logo auf der China International Import Expo (CIIE) in Schanghai
Ericsson-Logo auf der China International Import Expo (CIIE) in Schanghai (Bild: Reuters)

Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson wird eines seiner fünf Forschungszentren in China schließen. Das berichtet die South China Morning Post (SCMP) unter Berufung auf zwei informierte Quellen.

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Geschlossen wird ein Ericsson-Zentrum in der ostchinesischen Stadt Nanjing, was 630 Beschäftigte betrifft. Den Betroffenen werde ein Wechselangebot zu TietoEVRY, einem finnischen Softwareanbieter mit Niederlassungen in China, gemacht, heißt es in dem Bericht. Die Niederlassung von Ericsson in Nanjing wurde im Jahr 2001 gegründet. Ericssons 5G-Fabrik in Nanjing sei nicht betroffen, sagte die zweite Quelle.

In einer E-Mail an die South China Morning Post bestätigte Ericsson die Schließung der Produktforschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Nanjing mit Wirkung zum 1. November 2021, die an TietoEVRY veräußert würden. Allen betroffenen Mitarbeitern werde eine Beschäftigung bei TietoEVRY angeboten, hieß es.

Vier Forschungszentren verleiben in China

Mit der Schließung des Zentrums in Nanjing verbleiben Ericsson vier große Forschungszentren in Peking, Shanghai, Guangzhou und Chengdu in China. In den insgesamt fünf Zentren waren bisher nach Unternehmensangaben mehr als 5.000 Menschen beschäftigt und die jährlichen Forschungs- und Entwicklungsausgaben überstiegen 3 Milliarden Yuan (464 Millionen US-Dollar).

Ericsson gab im Juli bekannt, dass der Umsatz in China im zweiten Quartal in Vergleich zum Vorjahr um fast 60 Prozent zurückgegangen ist.

China ist der weltweit größte 5G-Markt mit fast 1 Million Basisstationen, die bis zum ersten Halbjahr dieses Jahres in Betrieb genommen wurden.

Ericsson-Chef Borje Ekholm hatte sich energisch gegen den Ausschluss des Konkurrenten Huawei vom schwedischen Mobilfunkmarkt gewandt. Schweden sei von den EU-Richtlinien für sichere 5G-Netze ("Toolbox") abgewichen, die nationale Sicherheit mit freiem Wettbewerb in Einklang bringen sollten. Schwedens Regulierungsbehörde hatte allen Teilnehmern der 5G-Auktion vorgeschrieben, bis zum Jahr 2025 Ausrüstung von Huawei und ZTE in ihrem bestehenden Netzwerk auszubauen. Durch den Handelskrieg zwischen den USA und China erhält Ericsson weniger Aufträge in China.

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