Handelskrieg: Cisco gegen weltweite Zersplitterung der Technologiebranche
Die chinesische und die US-Regierung sollten die digitale Infrastruktur "nicht balkanisieren" , sagte Cisco-Chef Chuck Robbins im Gespräch mit der britischen Financial Times(öffnet im neuen Fenster) . "Ich bin wirklich der Meinung, dass beide Regierungen den wirtschaftlichen Wert dabei begreifen, und ich denke, sie verstehen auch den zukünftigen wirtschaftlichen Wert, die digitale Infrastruktur nicht zu balkanisieren" , erklärte Robbins.
Das Unternehmen aus dem Silicon Valley, das seine gesamte Fertigung ausgelagert hat, hatte noch im Juni 2015 angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , über die nächsten Jahre in China für Investitionen und Partnerschaften 10 Milliarden US-Dollar auszugeben. "Cisco fühlt sich seinen chinesischen Partnern sehr verpflichtet" , sagte Robbins in einer damaligen Erklärung. Kurz danach baute Cisco eine Partnerschaft mit der staatlichen chinesischen Inspur Group auf.
Durch den Handelskrieg verzeichnet Cisco aktuell(öffnet im neuen Fenster) in China einen Umsatzrückgang von 25 Prozent.
Die USA und China wollen neue Verhandlungen zur Beilegung ihres Handelskonflikts führen. Das Handelsministerium in Peking teilte mit, es solle Anfang Oktober direkte Gespräche in Washington geben, die ab Mitte September auf Arbeitsebene vorbereitet würden.
Im vergangenen Monat hatte Präsident Donald Trump seine Rhetorik verstärkt und getwittert: "Unsere großartigen amerikanischen Unternehmen werden hiermit aufgefordert, sofort nach einer Alternative zu China zu suchen. Dazu gehört, dass sie ihre Unternehmen nach Hause bringen und ihre Produkte in den USA herstellen."
Später stellten Mitglieder der Regierung klar, dass es keine Anordnung des Präsidenten gebe, die Lieferketten zu durchtrennen. Technologiemanager sagten der Financial Times, sie hätten ihre Planung dafür intensiviert, falls das wirklich passieren würde.
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