Handelskrieg: China will nur noch eigene PCs einsetzen

Behörden und staatliche Betriebe sollen auf Hardware und Software aus China setzen. Der Übergang dauert zwei Jahre und trifft Dell und HP.

Artikel veröffentlicht am ,
Auftragsproduktion von Notebooks in China
Auftragsproduktion von Notebooks in China (Bild: STR/AFP via Getty Images)

China hat zentrale Regierungsbehörden und staatlich unterstützte Unternehmen angewiesen, PCs ausländischer Marken innerhalb von zwei Jahren durch inländische Alternativen zu ersetzen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Plan vertraute Personen.

Stellenmarkt
  1. Software Functional Safety Manager (f/m/d)
    Aptiv Services Deutschland GmbH, Wuppertal
  2. Mitarbeiter (m/w/d) Inbetriebnahme mit IT-Affinität
    nexnet GmbH, Berlin
Detailsuche

Damit würden mindestens 50 Millionen PCs allein auf der Ebene der Zentralregierung ersetzt. Dies wird sich auf die Verkäufe der US-Konzerne HP und Dell Technologies auswirken, sie sind nach dem chinesischen Hersteller Lenovo die größten PC-Marken in dem Land.

Chinesische Firmen wie Lenovo, Huawei und Inspur gehören zu den weltgrößten Herstellern von Notebooks und Servern, während lokale Softwareentwickler wie Kingsoft und Standard Software bei Bürosoftware Fortschritte gegenüber Microsoft und Adobe gemacht haben. China wird auch Linux-basierte Betriebssysteme unterstützen, um Microsofts Windows zu ersetzen.

Cisco bleibt mit Inspur im Joint Venture

Laut einer der genannten Personen ist Standard Software aus Shanghai hier einer der führenden Anbieter, berichtet Bloomberg. Aber auch Dell setzt in China auf Linux.

Golem Karrierewelt
  1. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    26.-28.09.2022, Virtuell
  2. Go für Einsteiger: virtueller Zwei-Tages-Workshop
    26./27.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der US-Konzern Cisco betreibt in China ein Joint Venture mit dem staatlichen Konzern Inspur, obwohl sich dieser auf der erweiterten Entity List der USA befindet. Das wohl bekannteste Unternehmen auf der Entity-Liste ist Huawei.

Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret erklärte der damalige US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation. Das US-Handelsministerium untersagte alle Geschäfte, die "ein Risiko für die USA darstellen", und Huawei wurde auf die Entity-Liste gesetzt. US-Präsident Joe Biden erweiterte die Liste sogar noch.

China will den Einsatz inländischer PCs später auf die Provinzregierungen ausweiten und auch den gesetzten Zeitrahmen von zwei Jahren einhalten. Bestimmte Behörden, darunter staatliche Medien und Cybersicherheitsbehörden, könnten weiterhin mit Sondergenehmigungen ausländische Geräte kaufen, sagte eine der Quellen zu Bloomberg. Bei Prozessoren ist China weiter stark von den USA abhängig.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


bofhl 07. Jul 2022

Welche Experten wären das? Hoffentlich nicht die, die seit Mai das Ende des Krieges...

nomorenoless 11. Mai 2022

Sie haben ja auch guten Grund dazu. Sieht man ja, was bei Russland und Huawei etc. abläuft.

berritorre 09. Mai 2022

Und? Offensichtlich hat China pro Kopf mehr Staatsunternehmen, aber ist dann ja gar...

Lapje 09. Mai 2022

Im Gegenteil - ich denke dass China nie weiter von einer "Übernahme" Taiwans entfernt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
James Webb Space Telescope
Das Weltraumteleskop wird mit Javascript betrieben

Die in der Raumfahrt verwendete Software ist manchmal kurios. Im Fall des JWST wird das ISIM mit Javascript kontrolliert und betrieben.

James Webb Space Telescope: Das Weltraumteleskop wird mit Javascript betrieben
Artikel
  1. ADAC-Test: Elektroautos als Zugmaschinen - was bringt's?
    ADAC-Test
    Elektroautos als Zugmaschinen - was bringt's?

    Der ADAC hat den Stromverbrauch von Elektroautos mit Anhängern und Fahrradgepäckträgern gemessen. Gute Noten gibt es dabei keine.

  2. Macbook Air M2 im Test: Das Macbook ohne Lüfter, aber mit Notch und Magsafe
    Macbook Air M2 im Test  
    Das Macbook ohne Lüfter, aber mit Notch und Magsafe

    Im Vergleich zum Apple Macbook Pro ist das Air mit M2-Chip eine Generation weiter. Auch ohne Lüfter ist es ein leistungsstarkes Notebook.
    Ein Test von Oliver Nickel

  3. DDR5: Samsung plant 1-TByte-Speichermodul
    DDR5
    Samsung plant 1-TByte-Speichermodul

    2022 sollen 512-GByte-Riegel verfügbar sein, später die doppelte Kapazität. Davon profitieren Server-CPUs wie AMDs Epyc mit zwölf Kanälen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (MSI RTX 3090 Gaming 1.269€, Seagate Festplatte ext. 18 TB 295€) • PS5-Deals (Uncharted Legacy of Thieves 15,38€, Horzizon FW 39,99€) • HP HyperX Gaming-Maus -51% • Alternate (Kingston Fury DDR5-6000 32GB 219,90€ statt 246€) • Samsung Galaxy S22+ 5G 128 GB 839,99€ [Werbung]
    •  /