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Handelskrieg: China und USA senken vorerst gegenseitige Zölle

Im Handelsstreit zwischen den USA und China einigen sich beide Seiten auf deutlich niedrigere Zölle. Allerdings nur vorübergehend.
/ Friedhelm Greis
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US-Finanzminister Scott Bessent und der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer in Genf (Bild: Emma Farge/Reuters)
US-Finanzminister Scott Bessent und der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer in Genf Bild: Emma Farge/Reuters

Nach mehrtägigen Verhandlungen in Genf kommen sich die USA und China im Handelsstreit entgegen. US-Finanzminister Scott Bessent teilte am 12. Mai 2025 mit, dass die sogenannten reziproken Zölle für Importe aus China, die zuletzt bei 125 Prozent lagen, um 115 Prozentpunkte gesenkt werden sollten. Der Strafzoll in Höhe von 20 Prozent wegen Chinas angeblicher Rolle im Fentanyl-Handel bleibe unverändert. Medienberichten zufolge will China ebenfalls seine Strafzölle für US-Prozente um 115 Prozentpunkte auf 10 Prozent reduzieren.

Wie das Wall Street Journal (Paywall) berichtet(öffnet im neuen Fenster) , soll die Vereinbarung zunächst für die kommenden 90 Tage gelten. In dieser Zeit nähmen die beiden größten Volkswirtschaften der Welt weitere Gespräche auf. Diese würden von Bessent und dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer auf US-amerikanischer Seite und von Vizepremier He Lifeng auf chinesischer Seite geführt.

Trump musste Rückzieher machen

US-Präsident Donald Trump hatte seine "gegenseitigen Zölle" am 2. April 2025 angekündigt . Diese Zölle basierten jedoch nicht auf tatsächlichen Zöllen, die andere Länder auf US-Produkte erheben, sondern berechneten sich im Wesentlichen nach dem Handelsdefizit der USA mit anderen Staaten. Nach schweren Turbulenzen an den Börsen und Finanzmärkten setzte Trump die "reziproken Zölle" am 9. April 2025 für alle Staaten mit Ausnahme Chinas wieder aus .

Denn China hatte als einziges Land mit Gegenzöllen reagiert , die sich gegenseitig immer weiter hochschaukelten. Zudem schränkte China den Export von Seltenen Erden in die USA ein. Die Rohstoffe gelten als wichtige Bestandteile für Produkte in der Automobil-, Luft- und Raumfahrt-, Halbleiter- und Rüstungsindustrie.

In Verbindung mit dem Auslaufen der De-Minimis-Regelung für Produkte aus China und Hongkong führten die hohen Zölle dazu, dass chinesische Billighändler wie Temu oder Shein ihre Lieferungen in die USA stark einschränkten . US-Präsident Trump plädierte anschließend dafür, dass US-amerikanische Kinder sich mit künftig mit 2 statt mit 30 Puppen begnügen sollten(öffnet im neuen Fenster) .


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