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Handelskrieg: Australiens Regierung greift Huawei wegen Rechenzentrum an

Huawei soll ein Rechenzentrum auf Papua-Neuguinea unsicher errichtet haben. Doch den Angaben der australischen Regierung ist laut dem chinesischen Unternehmen gegenwärtig nicht zu trauen.
/ Achim Sawall
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Ein mobiles Rechenzentrum von Telekom und Huawei aus dem Jahr 2016 (Bild: Deutsche Telekom)
Ein mobiles Rechenzentrum von Telekom und Huawei aus dem Jahr 2016 Bild: Deutsche Telekom

Huawei soll in Papua-Neuguinea, dem drittgrößten Inselstaat der Welt, ein unsicheres Rechenzentrum errichtet haben. Das geht aus einem von der australischen Regierung vorgelegten Bericht aus dem Jahr 2019 hervor(öffnet im neuen Fenster), über den die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 11. August berichtet(öffnet im neuen Fenster). Danach sei von Huawei veraltete Verschlüsselungssoftware bereitgestellt worden, während die Firewall-Einstellungen nicht ausreichend gewesen seien. Die australische Financial Review berichtet über den Streit um das Rechenzentrum.

"Core-Switches befinden sich nicht hinter Firewalls. Dies bedeutet, dass ein Remote-Zugriff von den Sicherheitseinstellungen nicht erkannt wird", heißt es im dem Bericht, der offenbar nicht öffentlich zugänglich ist.

Das Rechenzentrum in Port Moresby in Papua-Neuguinea wurde durch ein Entwicklungsdarlehen in Höhe von 53 Millionen US-Dollar von der chinesischen Exim Bank finanziert und im Jahr 2018 in Betrieb genommen. Ein Beleg für einen Datenabfluss wird in dem Bericht von Financial Review nicht benannt.

Huawei-Deutschland-Sprecher Patrick Berger gab Golem.de auf Anfrage ein starkes Dementi: "Wir weisen die Anschuldigungen auf das Schärfste zurück. Die von Huawei gelieferten Produkte entsprachen Industriestandards und dem Kundenwunsch. Ein Bericht, der vom australischen Außenministerium finanziert wurde, hat keinerlei Glaubwürdigkeit." Huaweis Sicherheitsbilanz sei "einwandfrei".

Die Äußerung spielt wohl darauf an, dass die rechte Regierungskoalition Australiens unter Premierminister Scott John Morrison eine Anti-China-Politik betreibt und sehr eng mit US-Präsident Donald Trump verbunden ist. Ein neues Gesetz in Australien stellt politische Einflussnahme aus dem Ausland unter Strafe. Zugleich ist China der größte Handelspartner Australiens(öffnet im neuen Fenster). 38 Prozent der australischen Exporte gehen nach China.


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