Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Handelsgespräche: USA setzen Technologieabkommen mit Großbritannien aus

Die USA zeigen sich verärgert darüber, dass Großbritannien keine Vorschriften für Lebensmittel und Technologien abbauen möchte.
/ Mike Faust
10 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Britische Regierungsvertreter zeigen sich zuversichtlich, bald wieder Gespräche mit den USA aufnehmen zu können. (Bild: Pixabay / Oskar-Młodziński)
Britische Regierungsvertreter zeigen sich zuversichtlich, bald wieder Gespräche mit den USA aufnehmen zu können. Bild: Pixabay / Oskar-Młodziński

Die USA haben die Umsetzung des im September 2025 mit Großbritannien geschlossenen Technologieabkommens ausgesetzt. Wie die Financial Times (Paywall) schreibt(öffnet im neuen Fenster) , ist der Grund dafür die Frustration der US-Regierung über den schleppenden Verlauf der Handelsgespräche zwischen beiden Ländern.

Was passiert ist

Britische Regierungsbeamte bestätigten am Montag, dem 15. Dezember 2025, dass das Technologieabkommen von den USA in der vergangenen Woche ausgesetzt worden sei. Zuvor soll die US-Regierung auf Zugeständnisse Großbritanniens in Handelsbereichen außerhalb des Abkommens gedrängt haben.

Großbritannien mangele es an der Bereitschaft, nichttarifäre Handelshemmnisse wie Regeln und Vorschriften für Lebensmittel sowie Industriegüter abzubauen, so der Vorwurf der US-Regierung. Die USA fordern bereits seit Längerem, dass Großbritannien US-amerikanische Standards für Lebensmittel anerkennt.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich zudem kritisch zu den von Großbritannien und anderen US-Handelspartnern erhobenen Digitalsteuern für Technologieunternehmen.

Wie es weitergeht

Im geplanten Handelsabkommen heißt es, dass beide Länder zusammenarbeiten wollen, um den Marktzugang für US-amerikanische Agrarprodukte zu verbessern. Vertreter der britischen Regierung erklärten, dass man sich sicher sei, die Verhandlungen wieder aufnehmen zu können.

Die Digitalsteuer anzusprechen, halte man zudem für ein Ablenkungsmanöver, zumal der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle und Wissenschaftsministerin Liz Kendall bereits in der vergangenen Woche zu Gesprächen mit Technologieunternehmen in die USA gereist seien.

Warum ist das wichtig

Seit US-Präsident Donald Trumps Zolldrohungen wegen angeblich unfairer Handelspraktiken gegenüber den USA finden zahlreiche Gespräche über neue Handelsabkommen statt. Dabei greift die US-Regierung immer wieder Regularien und Vorschriften anderer Länder an.

Wir testen ein neues Format für unsere Nachrichtenmeldungen, das dir helfen soll, schneller und klarer zu erfassen, was neu und wichtig ist. Lass uns gern in den Kommentaren wissen, wie dir das gefällt!


Relevante Themen