Handelsembargo: US-Regierung verlängert Ausnahmeregelung für Huawei

Nutzer von Huawei-Smartphones erhalten weitere drei Monate problemlos Updates für das Android-Betriebssystem und haben auch weiterhin Zugang zu Googles Play Store. Die US-Regierung verlängerte die Ausnahmeerlaubnis für bestimmte Geschäfte mit dem chinesischen Smartphone-Anbieter und Netzwerkausrüster um weitere 90 Tage, wie das US-Handelsministerium(öffnet im neuen Fenster) mitteilte.
Zuletzt hatte die US-Regierung Mitte August 2019 einen solchen 90-Tage-Aufschub festgelegt und erklärt, dies solle betroffenen Kunden mehr Zeit geben, nach Alternativen zu suchen. Die erneute Verlängerung dürfte auch darauf ausgerichtet sein, die laufenden Handelsgespräche mit China nicht zu torpedieren.
Der chinesische Konzern Huawei ist ein führender Ausrüster von Mobilfunknetzen, unter anderem in Europa, und der zweitgrößte Smartphone-Anbieter der Welt. Die USA hatten Huawei im Mai 2019 auf eine Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen . Das war inmitten des Handelskrieges mit China.
Spionagevorwurf gegen Huawei
Wer US-Technik an Huawei verkaufen oder transferieren will, muss eine Lizenz erwerben. Diese kann verweigert werden, wenn Sicherheitsinteressen berührt sind. Huawei wird von den USA verdächtigt, für China zu spionieren. Beweise dafür wurden bislang nicht öffentlich gemacht, Huawei weist die Vorwürfe zurück.
Der US-Regierung geht es bei der verlängerten Ausnahmegenehmigung auch darum, mögliche Ausfälle bei kleineren amerikanischen Mobilfunkanbietern in ländlichen Gegenden zu vermeiden, die ihre Netze mit Sende- und Empfangstechnik von Huawei bestückt hatten. Für Nutzer von Huawei-Smartphones bedeutet der Schritt unter anderem, dass Google die mit seinem Betriebssystem Android laufenden Smartphones vorerst weiter in vollem Umfang mit Updates versorgen kann.