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Handelsbeschränkungen: Nvidia darf die RTX 4090 weiter in China verkaufen

Die neuen Exportbeschränkungen schließen die sehr leistungsfähige GPU definitionsgemäß ein. Trotzdem kann sie weiter nach China exportiert werden.
/ Martin Böckmann
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Chinesische Gamer mit viel Geld können aufatmen: Die Nvidia Geforce RTX 4090 wird es weiter zu kaufen geben. (Bild: Nvidia)
Chinesische Gamer mit viel Geld können aufatmen: Die Nvidia Geforce RTX 4090 wird es weiter zu kaufen geben. Bild: Nvidia

Nvidia hat in einer neuen Mitteilung an die Börsenaufsicht(öffnet im neuen Fenster) SEC erneut die Modelle genannt, die nicht mehr nach China exportiert oder dort hergestellt werden dürften. Dabei fehlt die Nvidia Geforce RTX 4090 ( Test ), die in der vorangegangenen Mitteilung ebenfalls als betroffen gelistet wurde.

Nvidia hatte zuvor die SEC darüber informiert, dass aufgrund neuer Regeln der US-Regierung vom 18. Oktober 2023 GPUs mit einer Rechenleistung von mehr als 4.800 Tops, darunter die Nvidia Geforce RTX 4090, unter Exportrestriktionen fielen und ab sofort ohne Sondergenehmigung nicht mehr in die Volksrepublik China exportiert werden dürften.

Auf der aktualisierten Liste sind aktuell noch die Nvidia A100, H100, L40S sowie die speziell für China angepassten A800 und H800-GPUs. Der Inhalt der Mitteilung ändert sich ansonsten im Vergleich zum 23. Oktober nicht. Nvidia geht demnach weiterhin davon aus, dass die Beschränkungen keinen unmittelbaren Einfluss auf die finanzielle Situation des Unternehmens haben werden.

Preise in China sind stark gestiegen

Als Reaktion auf Nvidias SEC-Mitteilung stieg der Preis von Grafikkarten mit dieser GPU in China zunächst stark, Nachrichtenagenturen(öffnet im neuen Fenster) berichteten teilweise vom mehr als doppelten Verkaufspreis im Vergleich zur Woche davor. Andere Kunden deckten sich noch schnell mit möglichst vielen GPUs ein, darunter Scalper, die von den höheren Preisen profitieren wollten.

Zollbehörden in anderen Ländern dürften nun mehr Arbeit bekommen. Großbestellungen von Nvidia DGX-Servern fallen allein anhand ihres Volumens beim Export sofort auf, kleinere Mengen an PCI-Express-Grafikkarten wie die H100 und L40S dürften aber schwer zu stoppen sein. Insbesondere dann, wenn sie sich falsch deklariert in eigentlich zulässigen PCs befinden.


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