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Handelsbeschränkungen für KI-Chips: Nvidia darf B30A-Chips nicht nach China verkaufen

Die US-Regierung verbietet den Verkauf von Nvidias B30A nach China. Dort will man aber ohnehin keine ausländischen Chips mehr.
/ Mike Faust
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Nvidia-CEO Jensen Huang warnte bereits davor, dass China verstärkt auf eigene KI-Chips setzen könnte. (Bild: I-HWA CHENG/AFP via Getty Images)
Nvidia-CEO Jensen Huang warnte bereits davor, dass China verstärkt auf eigene KI-Chips setzen könnte. Bild: I-HWA CHENG/AFP via Getty Images

Die US-Regierung hat ihren Bundesbehörden mitgeteilt, dass Nvidia die neuen B30A-Chips nicht nach China verkaufen darf. Wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster), stellte Nvidia bereits mehreren seiner chinesischen Kunden Muster des Chips zur Verfügung.

Beim B30A handelt es sich um eine Variante des B300 (Blackwell Ultra), der nur circa die Hälfte der Rechenleistung sowie eine geringere Kapazität und Speicherbandbreite aufweist. Dennoch ist er etwa 25 Prozent leistungsstärker als der H100, den Nvidia ebenfalls nicht in China verkaufen darf.

Nvidia habe bislang keinen Anteil am chinesischen Markt für Rechenzentren, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber Reuters. Man arbeite aber daran, das Design des B30A zu modifizieren und die US-Regierung damit zu einer Revision ihrer Entscheidung zu bewegen.

Keine ausländischen Chips in chinesischen Rechenzentren

Nvidia ist aber auch in China mit regulatorischen Hindernissen konfrontiert. Laut einer Richtlinie der dortigen Regierung müssen alle Chips, die in staatlich geförderten Rechenzentrumsprojekten verwendet werden, ausschließlich im Inland entwickelt worden sein.

Hinzu kommt, dass Rechenzentren, die zu weniger als 30 Prozent fertiggestellt sind, alle ausländischen Chips entfernen und Pläne zu deren Kauf stornieren müssen. Bei fortgeschritteneren Projekten werden derartige Maßnahmen von Fall zu Fall geprüft.

Nvidia praktisch vom chinesischen Markt ausgeschlossen

Bereits im September untersagte die chinesische Regierung heimischen Unternehmen den Kauf von Nvidia-GPUs vom Typ RTX 6000D, um den Umstieg auf KI-Hardware aus chinesischer Produktion zu beschleunigen. Mit all diesen Richtlinien wird Nvidia praktisch vom chinesischen Markt ausgeschlossen.

Nvidia-CEO Jensen Huang warnte im Rahmen der Computex 2025 davor, dass chinesische KI-Unternehmen sehr ehrgeizig seien und durch die Exportbeschränkungen der US-Regierung dazu motiviert würden, die Entwicklung eigener Technologien zu beschleunigen.


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