Handelsbeschränkungen: Apple kann keinen chinesischen Speicher verbauen

Besonders für die in China verkauften iPhones wollte Apple auf NAND-Flash aus China setzen. Doch daraus wird vermutlich nichts.

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Apple wollte im iPhone 14 auch Speicher von YMTC verbauen, doch die eigene Regierung macht einen Strich durch die Rechnung.
Apple wollte im iPhone 14 auch Speicher von YMTC verbauen, doch die eigene Regierung macht einen Strich durch die Rechnung. (Bild: iFixit)

Apple verlagert laut einem Bericht von Digitimes die NAND-Flash-Einkäufe zurück zu Samsung aus Südkorea. Ursprünglich war geplant, besonders aufgrund der hohen iPhone-Nachfrage in China auch auf chinesischen 3D-NAND von Yangtze Memory Technologies Co. (YMTC) zu setzen. Da die Firma aber zunehmend von US-Handelsbeschränkungen betroffen zu sein scheint, muss Apple nun doch Speicher aus Südkorea verbauen.

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Der Speicherhersteller aus Wuhan steht bereits auf der sogenannten Unverified List (UVL) des US-Handelsministeriums, einer Vorstufe zu strikteren Handelsbeschränkungen mit US-Unternehmen. Chinesische Hersteller werden von den USA zunehmend durch eine Reihe von Einschränkungen daran gehindert, aktuelle Technologien zu entwickeln oder diese aus dem Westen zu importieren.

Apple hatte vor, 128-Schichten-3D-NAND von YMTC für die iPhone-Produktion zu kaufen. Bis zu 40 Prozent des Gesamtvolumens waren offenbar in Planung, was vermutlich auch den Einsatz in Smartphones für andere Märkte ermöglicht hätte. Stattdessen wird der Speicher nun von Samsung bezogen, jedoch aus einer Fabrik in China. Als ausländischer Hersteller ist Samsung von den Restriktionen aktuell nicht betroffen.

iPhones sind bei Chinesen nach wie vor beliebt

Samsung produziert in der Fabrik in der Stadt Xian NAND-Flash mit bis zu 176 Schichten. Als eines der wenigen Unternehmen hat der südkoreanische Hersteller seine Investitionen bisher nicht gekürzt, sondern versucht durch weitere Investitionen die Marktführerschaft im Bereich NAND-Flash auszubauen. Außerdem plant Samsung, auch seine Foundry-Sparte in den nächsten Jahren wieder auf ein zu TSMC und Intel konkurrenzfähiges Niveau zu bringen.

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Trotz starker Eigenmarken wie Huawei und Xiaomi sind iPhones bei chinesischen Kunden offenbar weiterhin beliebt. Die iPhone-14-Verkäufe schwächeln zwar laut Berichten leicht, jedoch hatte Apple im Sommer 2022 ein 36-prozentiges Wachstum bei den iPhone-Verkäufen in China vermeldet. Bei den Smartphones über 400 US-Dollar Kaufpreis waren die iPhones mit 46 Prozent Marktanteil die beliebtesten Smartphones bei chinesischen Kunden.

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