QR-Code für Stichprobenkontrollen

Künftig solle auf allen Klopapierrollen ein QR-Code aufgedruckt werden. Stichprobenartig könnten Nutzer von der App aufgefordert werden, ein Foto der im Einsatz befindlichen Rolle aufzunehmen und hochzuladen. "Wir wollen jedem Missbrauch einen Riegel vorschieben", sagt Müller-Wambach.

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Da jeder Bundesbürger im Schnitt 46 Rollen Klopapier im Jahr verbraucht, soll jeder Haushaltsbewohner pro Monat einen Anspruch auf vier Rollen dreilagiges Klopapier haben. Ein Vier-Personen-Haushalt darf daher zwei handelsübliche Packungen à acht Rollen im Monat erwerben. Bei einlagigem Recyclingpapier kann es mehr sein. Wird bei den Stichproben festgestellt, dass in dem Haushalt die Klopapierrollen falsch aufgehängt sind, soll das Kontingent reduziert werden.

Streit mit Umweltministerin erwartet

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) und Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) sollen sich intern begeistert von der Idee gezeigt haben. "Ich sehe es jetzt als meine Verpflichtung an, dass wir uns die Ergebnisse anschauen und mithelfen, dass ganz viele der guten Ideen jetzt auch in der Wirklichkeit landen, wo sie den Menschen wirklich nützen", sagte er.

Allerdings befürchtet Braun nach Informationen von Golem.de Ärger mit dem Koalitionspartner SPD, wenn es um die Details der Umsetzung geht. Vor allem Bundesumweltministerin Svenja Schulze soll sich dafür eingesetzt haben, die Quote für Recyclingpapier möglichst hochzuschrauben. Wer viellagiges und weiches Papier nutzen möchte, soll demnach deutlich weniger Rollen kaufen dürfen, lautet ihre Forderung. Auch in Zeiten einer globalen Pandemie sollten die Umweltbelange nicht hintangestellt werden. CSU-Chef Markus Söder lehnt solche harten Vorgaben beim Toilettenpapier allerdings ab. Möglicherweise könnte das Thema ein Fall für den nächsten Koalitionsausschuss werden.

Optische Stuhlprobe als Datenspende?

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Das Thema Datenschutz komme ebenfalls nicht zu kurz, sagt Müller-Wambach. Die Kommunikation sei Ende-zu-Ende-verschlüsselt, nur das BzW erhalte die Daten der Nutzer. Beim Einkauf an der Kasse werde lediglich überprüft, ob der Kunde sein Kontingent noch nicht aufgebraucht habe. Die Händler müssten daher keine Daten speichern oder verarbeiten. Auf der App werden beim Freischalten keine persönlichen Daten, sondern lediglich die achtstellige Haushalts-ID angezeigt. Mit der Blockchain-Technologie werde verhindert, dass die Gutscheine manipuliert würden oder Haushalte ihr Kontingent weiterverkauften, heißt es.

Doch nach Ansicht Müller-Wambachs wäre es durchaus sinnvoll, dass die Bürger von sich aus mehr von ihren Daten preisgäben. Dazu würde das Wiesbadener Unternehmen gerne mit dem Startup Motion View AI aus dem Silicon Valley kooperieren. "Motion View AI hat eine KI-basierte Analyse von Stuhlproben entwickelt. Damit soll es künftig möglich sein, mit Hilfe von optischen Stuhlproben Krankheiten zu erkennen", sagt Müller-Wambach und fügt hinzu. "Bundeskanzlerin Angela Merkel hat völlig recht, wenn sie Daten als den Rohstoff der Zukunft bezeichnet. Das gilt auch in diesem Bereich." Entscheidend sei, die künstliche Intelligenz mit möglichst konsistenten Daten zu trainieren.

Cloudbasierte Lösung

Ein Konzept könnte darin bestehen, dass die Haushalte für eine Datenspende beispielsweise ein höheres Toilettenpapierkontingent erhielten. Erfahrungen mit anderen Apps haben gezeigt, dass Nutzer durchaus ihre Daten preisgeben wollen, wenn sie einen konkreten Vorteil davon haben.

Zudem könnten die Nutzer langfristig davon profitieren, wenn die KI bei der Analyse Hinweise auf mögliche Verdauungsprobleme findet. "Hier hat Motion View AI eine cloudbasierte Lösung entwickelt, über die der Nutzer trotz vollständiger Anonymisierung der Datenspende ein für ihn relevantes Ergebnis sofort erfahren kann", sagt Müller-Wambach. Auch bei Blockchain, KI und Datenschutz sei am Ende entscheidend, was hinten rauskommt, sagte der Entwickler in Anlehnung an ein Zitat des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl.

Nachtrag vom 1. April 2020, 20:00 Uhr

April, April! Da es weder ein Bundesamt für zentrale Wirtschaftsplanung noch eine Startup Bogroll Analytics gibt, bleibt die Klopapier-Blockchain ein reines Fantasieprodukt. Vorläufig zumindest.

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 Hamsterkäufe: App soll per Blockchain Klopapiermangel vorbeugen
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berritorre 02. Apr 2020

Naja, ich finde diesen "Verzicht" ziemlich unnötig. Kann ohne Aprilscherze auch gut...

Zenial 02. Apr 2020

Die Illuminaten sind wieder unterwegs :-)

StadiaDE 02. Apr 2020

Und wie teuer war das?:-)

Pferdesalami 02. Apr 2020

Dadurch, dass du darauf hereingefallen bist ist es ein sehr guter Aprilscherz :)



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