Hammerpoint Interactive: "Wir haben uns zu sehr auf Zahlen verlassen"

Nach dem Debakel um die Veröffentlichung von The War Z wendet sich der Studiochef von Hammerpoint an die Community. Er habe sich arrogant verhalten, zu sehr auf Zahlen verlassen, sagt er und gelobt Besserung - sogar eine Art Spielerrat wie in Eve Online soll es künftig geben.

Artikel veröffentlicht am ,
The War Z
The War Z (Bild: Hammerpoint Interactive)

In einem offenen Brief hat sich Sergey Titov, Chef des Entwicklerstudios Hammerpoint Interactive, für die Fehler bei der Kommunikation über The War Z auf Steam und den Umgang mit der Community entschuldigt. "Wir haben uns zu sehr auf Zahlen verlassen - den Anteil der Anträge auf Erstattung, die Anzahl und das Wachstum der täglichen und monatlichen aktiven User", räumt Titov ein.

Stellenmarkt
  1. Controller*in (m/w/d)
    Medion AG, Essen
  2. Business Analyst / Projektmanager (m/w/d)
    GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin
Detailsuche

"Rückblickend finde ich, dass diese Dinge wahrscheinlich für Casual Games funktionieren, aber eine Hardcore-PC-Spielecommunity tickt ganz anders". Er sei "arrogant" und vom "frühen Erfolg verblendet" gewesen. Zuvor hatte er in Interviews keinen Fehler zugeben wollen, die irreführenden Angaben auf Steam verteidigt und die Kritik als die überlauten Äußerungen einiger Niezufriedener abgekanzelt.

Für die Zukunft verspricht Titov Besserung. So kündigt er an, dass sich das Team wesentlich stärker selbst über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter zu Wort melden wird, statt sich bei der Kommunikation etwa auf vorgeschaltete Moderatoren in Foren zu verlassen. Außerdem soll es einen Rat aus zehn Spielern aus der ganzen Welt geben, die unter anderem bei einem Besuch im Hammerpoint-Studio in Los Angeles für die Community sprechen - das erinnert ein bisschen an das offizielle, allerdings von den Spielern gewählte "Council of Stellar Management" bei Eve Online. Es solle sichergestellt werden, dass künftig jede Stimme gehört werde, so Titov.

Die grundsätzliche Veröffentlichung von The War Z Mitte Dezember 2012 über Steam verteidigt Titov. Der "Foundation Release" habe die Grundlage für die weitere Entwicklung des Spiels sein sollen. Man habe als kleines unabhängiges Team nicht die Möglichkeiten eines großen Studios, aber hart gearbeitet und Überstunden geschoben. Hier verlässt sich Titov dann doch wieder auf Zahlen: Hammerpoint Interactive habe eine starke Mitgliederbasis und wachse weiter. Außerdem kündigt er an, die Zusammenarbeit mit dem Publisher OP Productions neu zu strukturieren und dabei selbst mehr Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig erfahrene Entwickler in das Team zu holen.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

The War Z war seit dem 18. Dezember 2012 über Steam erhältlich. Dann hatte sich aber herausgestellt, dass die Beschreibung des Spiels auf Steam nicht den Tatsachen entspricht. Entgegen der offiziellen Aussage gab es unter anderem keine Private Server, keinen Hardcoremodus, und die maximal pro Server mögliche Anzahl von Spielern lag bei 50 und nicht bei 100. Dazu kamen extrem viele Bugs sowie Fehler beim generellen Spieldesign. Valve hatte das Spiel am 20. Dezember 2012 wieder zurückgezogen, die Veröffentlichung als Fehler bezeichnet und den Käufern eine Erstattung angeboten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Software
Elon Musk verrät Teslas Tricks zur Bewältigung der Chipkrise

Teslas Autos haben viel Elektronik an Bord, doch die Chipkrise scheint dem Unternehmen nichts anzuhaben. Elon Musk erzählt, wie das geschafft wurde.

Software: Elon Musk verrät Teslas Tricks zur Bewältigung der Chipkrise
Artikel
  1. Sexismus: Mitarbeiter von Blizzard wenden sich gegen Management
    Sexismus
    Mitarbeiter von Blizzard wenden sich gegen Management

    Der Konflikt bei Activision Blizzard eskaliert, die Arbeit an World of Warcraft soll weitgehend eingestellt sein.

  2. Surface: Microsoft patentiert ungewöhnliches Scharnier für Notebooks
    Surface
    Microsoft patentiert ungewöhnliches Scharnier für Notebooks

    Baut Microsoft ein neues Surface-Gerät? Patentgrafiken zeigen zumindest ein bisher unbekanntes Gerät mit einem ungewöhnlichen Scharnier.

  3. Energiespeicher: Tesla nennt Preis für Megapack-Akku mit 3 MWh
    Energiespeicher
    Tesla nennt Preis für Megapack-Akku mit 3 MWh

    Das Tesla Megapack ist ein industrielles Akkusystem mit einer Kapazität von 3 Megawattstunden. Nun wurde der Online-Konfiguratur online gestellt.

paradigmshift 29. Dez 2012

Vergleichst du gerade ein einzigartiges Indie-game mit einem 0815-Zombie-Shooter der...

IpToux 29. Dez 2012

Wie Du selber geschrieben hast: DANACH! Es wurde eben mit den Features beworben die es...

theonlyone 29. Dez 2012

WoW war da ja genauso, Diablo 3 auch. ABER, im Gegensatz zu War Z was schlichtweg ein...

dabbes 28. Dez 2012

und was ist mit NICHT Spielern, denkt mal bitte einer an die !

SkaveRat 28. Dez 2012

Der Mod ist nicht von denen. Aber ja, DayZ wird gerade auch als Standalone entwickelt...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Crucial Ballistix 16GB Kit 3200MHz 66,66€ • PCGH-Gaming-PCs stark reduziert (u. a. PC mit RTX 3060 & Ryzen 5 5600X 1.400€) • Samsung 27" Curved FHD 240Hz 239,90€ • OnePlus Nord CE 5G 128GB 299,49€ • Microsoft Flight Simulator Xbox Series X 69,99€ • 3 für 2 Spiele bei MM [Werbung]
    •  /