• IT-Karriere:
  • Services:

Hamburger Grundschule: Kein Essen für Kinder ohne Fingerabdruckscan

Eltern in Hamburg sind wütend, weil ihre Kindern trotz Chipkarte ihren Fingerabdruck abgeben mussten. Ohne biometrische Erkennung soll es für die Grundschüler kein Essen gegeben haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Aus einem Werbevideo von People and Projects
Aus einem Werbevideo von People and Projects (Bild: People and Projects)

Kinder einer Hamburger Grundschule mussten offenbar ihre Fingerabdrücke in einem biometrischen System scannen lassen, um Mittagessen zu bekommen. Nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts wurden dabei auch Fingerabdrücke von Kindern genommen, die sich mit RFID-Chipkarte anmelden wollten.

Stellenmarkt
  1. Arconic Fastening Systems / Fairchild Fasteners Europe - Camloc GmbH, Kelkheim (Taunus)
  2. Landkreis Stade, Stade

In einem Schreiben der IT-Firma People and Projects aus Elmshorn, das der Zeitung vorliegt, heißt es: "An Ihrer Schule verlief das Einlesen der Fingerprints für die zukünftige Essenausgabe turbulent. Im Eifer des Gefechts sind Fehler passiert." Die Verantwortlichen entschuldigten sich, die Daten würden gelöscht.

Eltern der Adolph-Schönfelder-Grundschule in Barmbek-Süd erklärten dem Abendblatt, ihre Kinder hätten nur gegen Fingerabdruck ihre Mahlzeit bekommen.

Die Schulleitung lehnte auf Anfrage von Golem.de einen Kommentar ab und verwies an die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB). Dort war für eine Stellungnahme niemand zu erreichen.

"Wenn es stimmt, dass Kindern mit leerem Magen gedroht worden ist, um an ihre Fingerabdrücke zu kommen, muss die Schulbehörde personelle Konsequenzen in Betracht ziehen", sagte Sebastian Seeger von den Hamburger Piraten. Schulkantinen fragten Daten ab, die ansonsten vor allem Strafverfolgungsbehörden erheben. Das Vorgehen sei nicht nur "unsensibel und Kindern gegenüber völlig unangemessen", sondern zeige auch, dass öffentliche Einrichtungen "nicht die nötigen Konsequenzen aus den jüngst enthüllten Abhörskandalen gezogen haben."

Nach Informationen der Piratenpartei nutzen im Großraum Hamburg weitere Schulen Bezahlsysteme mit biometrischer Erkennung.

People and Projects betont, dass die erforderlichen Daten in ein Template erhoben und nur auf dem Essensausgabe-Terminal mit einem dazugehörigen Index abgelegt würden. Bei einem Template werde nicht der Fingerabdruck als Bild, sondern die Position relevanter Punkte der Fingerlinien mathematisch in eine Formel umgewandelt und verschlüsselt auf dem Essensausgabe-Terminal gespeichert.

Nachtrag vom 8. August 2013, 16:38 Uhr

Die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) erklärte, zwei Drittel der Hamburger Grundschüler äßen mittags in der Schule. Bargeldlose Bezahlsysteme, ob mit Chipkarte, Fingerscan oder Essensmarken, ermöglichten sozial gestaffelte Essenspreise, ohne dass sich Kinder beim Bezahlen am Tresen als arm outen müssten. Bei der bislang üblichen Barzahlung oder unterschiedlichen Essensmarken sei am Kantinentresen schnell ersichtlich gewesen, wer beispielsweise Hartz-IV-Empfänger sei und reduzierte Preise zahle.

Behördensprecher Peter Albrecht: "Fingerscan gegen den Willen von Eltern ist verboten. Wir sind gegen Zwang, aber wenn eine Zustimmung der Eltern vorliegt, darf auch mit Fingerscan bezahlt werden."

Das Verfahren sei vom schleswig-holsteinischen Datenschutzbeauftragten freigegeben worden. Die Eltern wurden in Elternabenden über beide Alternativen informiert. Von rund 350 Kindern haben mehr als 90 Prozent das Fingerscanverfahren gewählt, die anderen die Bezahlung per Chipkarte. Der Caterer habe versehentlich bei einigen Kindern mit Chipkarte ebenfalls Fingerscans erhoben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Crysis 3 für 4,99€, Battlefield 4 für 4,99€, Titanfall 2 für 4,99€)
  2. (u. a. 3er Pack Lüfter LL120 RGB für 102,90€, Crystal 680X RGB Gehäuse für 249,90€)
  3. (aktuell u. a. Creative Sound BlasterX G1 Soundkarte für 29,90€, Intenso Top 512 GB SSD für 52...

mpower 12. Aug 2013

Falsch.

mpower 12. Aug 2013

Korrekt. Da man eh nicht pro Mahlzeit bezahlt, sondern monatlich oder jährlich macht da...

Natchil 11. Aug 2013

Willst du mir erzählen die werkeln da an so einem Teil rum und können es nicht mal...

Anonymer Nutzer 11. Aug 2013

Es gibt Handschuhe, Seife und auch Hygiene Sprays für die Hände, die ganz ohne Wasser...

Des_Moines 11. Aug 2013

Hast du schonmal zwischen 11:30 und 13:00 in ner Uni-Mensa gegessen? Da hast du dann 500...


Folgen Sie uns
       


Magenta-TV-Stick der Deutschen Telekom - Test

Der Magenta-TV-Stick befindet sich noch im Betatest, so dass einige Funktionen noch fehlen und später nachgereicht werden. Der Stick läuft mit einer angepassten Version von Android TV. Bei Magenta TV selbst sehen wir noch viel Verbesserungsbedarf.

Magenta-TV-Stick der Deutschen Telekom - Test Video aufrufen
Alphakanal: Gimp verrät Geheimnisse in Bildern
Alphakanal
Gimp verrät Geheimnisse in Bildern

Wer in Gimp in einem Bild mit Transparenz Bildbereiche löscht, der macht sie nur durchsichtig. Dieses wenig intuitive Verhalten kann dazu führen, dass Nutzer ungewollt Geheimnisse preisgeben.


    Galaxy Z Flip im Hands-on: Endlich klappt es bei Samsung
    Galaxy Z Flip im Hands-on
    Endlich klappt es bei Samsung

    Beim zweiten Versuch hat Samsung aus seinen Fehlern gelernt: Das Smartphone Galaxy Z Flip mit faltbarem Display ist alltagstauglicher und stabiler als der Vorgänger. Motorolas Razr kann da nicht mithalten.
    Ein Hands on von Tobias Költzsch

    1. Isocell Bright HM1 Samsung verwendet neuen 108-MP-Sensor im Galaxy S20 Ultra
    2. Smartphones Samsung schummelt bei Teleobjektiven des Galaxy S20 und S20+
    3. Galaxy Z Flip Samsung stellt faltbares Smartphone im Folder-Design vor

    Mythic Quest: Spielentwickler im Schniedelstress
    Mythic Quest
    Spielentwickler im Schniedelstress

    Zweideutige Zweckentfremdung von Ingame-Extras, dazu Ärger mit Hackern und Onlinenazis: Die Apple-TV-Serie Mythic Quest bietet einen interessanten, allerdings nur stellenweise humorvollen Einblick in die Spielebrache.
    Eine Rezension von Peter Steinlechner

    1. Apple TV TVOS 13 mit Mehrbenutzer-Option erschienen

      •  /