Hamburg: Eltern gegen Fingerabdruckscan in der Grundschule

Eltern in Hamburg fordern die Abschaffung des Fingerabdruckscans in Schulkantinen. Sie verlangen eine Prüfung, ob auf eine Abrechnung völlig verzichtet werden kann.

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Aus einem Werbevideo von People and Projects
Aus einem Werbevideo von People and Projects (Bild: People and Projects)

Ein Kreiselternrat hat sich gegen biometrische Erkennung der Kinder an einigen Hamburger Schulen gewandt. "Der Kreiselternrat ist besorgt wegen der Entwicklung, Fingerprintscans zu Abrechnungszwecken an Hamburger Schulkantinen durchzuführen. Das Signal an unsere Kinder, dass die Durchführung von Fingerprintscans letztlich die Normalität ist, muss schon aus pädagogischen Gründen abgelehnt werden", heißt es in einer Resolution des Kreiselternrats 41 aus Barmbek, Winterhude, Uhlenhorst und Dulsberg, die der Chaos Computer Club über Twitter bekanntgemacht hat.

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Im August 2013 wurde berichtet, dass Kinder einer Hamburger Grundschule ihre Fingerabdrücke in einem biometrischen System scannen lassen, um Mittagessen zu bekommen. Dabei wurden auch Fingerabdrücke von Kindern genommen, die sich mit RFID-Chipkarte anmelden wollten. Eltern der Adolph-Schönfelder-Grundschule in Barmbek-Süd erklärten, die Kinder hätten nur gegen Fingerabdruck ihre Mahlzeit bekommen.

In einem Schreiben des Betreibers, der IT-Firma People and Projects aus Elmshorn, hieß es: "An Ihrer Schule verlief das Einlesen der Fingerprints für die zukünftige Essenausgabe turbulent. Im Eifer des Gefechts sind Fehler passiert." Die Verantwortlichen entschuldigten sich, die Daten seien gelöscht worden. Die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) erklärte: "Fingerscan gegen den Willen von Eltern ist verboten. Wir sind gegen Zwang, aber wenn eine Zustimmung der Eltern vorliegt, darf auch mit Fingerscan bezahlt werden." Das Verfahren sei vom schleswig-holsteinischen Datenschutzbeauftragten freigegeben worden.

Der Kreiselternrat fordert nun jedoch die Abschaffung aller Fingerprintscans an den Hamburger Schulen. Die Schulkantinen sollen sich auf andere Bezahlsysteme wie Essensmarken und Kartensysteme beschränken. Da alle Abrechnungssysteme aber Geld kosteten, sollte geprüft werden, ob es nicht möglich sei, auf eine Abrechnung völlig zu verzichten.

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zuschauer 15. Nov 2013

Ganz einfach: Daten können "verwechselt", "mißverstanden", mißbraucht und vor allem...

zuschauer 14. Nov 2013

Das mit der Schulspeisung ist doch nur ein Vorwand - es geht in Wahrheit um den Aufbau...

dumdideidum 14. Nov 2013

Nunja...der Fingerscan hat zumindest den Vorteil nicht ums Essensgeld erpresst werden zu...

Kasabian 14. Nov 2013

Wie abgefahren soll das ganze noch werden, wenn unsere Bediensteten sich schon soetwas...



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