Hamburg: E-Mail an 65.000 Angestellte überlastet Behördenserver

Eine Administratorin des IT-Dienstleistungsunternehmens Dataport hat aus Versehen eine E-Mail an 65.000 Angestellte in Hamburger Behörden geschickt, berichtet die Hamburger Morgenpost(öffnet im neuen Fenster) . Die Senatskanzlei der Hansestadt hat den Vorfall kommentiert. Die Mitarbeiterin habe "aus Versehenen einen Verteiler gewählt, der alle Mitarbeiter der FHH (Freie und Hansestadt Hamburg) umfasst" Der Inhalt der Nachricht, wie ihn die Zeit(öffnet im neuen Fenster) wiedergibt: "Ich habe die Berechtigung für meinen freigegebenen Kalender aktualisiert." Das Missgeschick hat den E-Mail-Server vieler vernetzter Abteilungen überlastet.
Das lag nicht nur an den 65.000 Empfängern, sondern an den Reaktionen dieser Empfänger auf die wahrscheinlich automatisch generierte E-Mail. Viele von ihnen haben wohl allen Mitlesern geantwortet, was eine Kettenreaktion ausgelöst hat. Viele Hundert E-Mails hatten Empfänger nach kurzer Zeit in ihrem Postfach. Bei einigen Mitarbeitern seien dadurch die E-Mail-Clients abgestürzt, heißt es. Auch die Exchange-Server seien ins Stocken geraten und es habe etwa zweieinhalb Stunden gedauert, die Infrastruktur wieder zu normalisieren.
Verteiler mit 65.000 Empfängern ist eine schlechte Idee
"Es war eher lästig, als problematisch" , schreibt die Deutsche Presse-Agentur mit Bezug auf Aussagen der Betroffenen. Allerdings sind zweieinhalb Stunden Einschränkung bei maximal 65.000 Mitarbeitern auch ein finanzieller Schaden, wenn Angestellte teilweise nicht weiterarbeiten können oder mit dem Antworten auf eine eigentlich belanglose Nachricht beschäftigt sind.
Da es sich bei der E-Mail um eine Systemnachricht des Clients gehandelt hat, stellt sich die Frage, warum so eine automatisch generierte Meldung nicht auf der Softwareseite geblockt oder zumindest darauf hingewiesen wird. Ein E-Mail-Verteiler mit 65.000 Empfängern ist aber eventuell generell keine gute Idee.