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Hamburg: AWS baut Local Zone in Deutschland

Die Amazon Cloud soll so geringe Latenzzeiten bieten, wie sie Kunden sonst nur mit Rechenzentren vor Ort erreichen. Hamburg ist für AWS eine weitere Local Zone in Deutschland.

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AWS re:Invent 2021 in Las Vegas (Bild: Noah Berger/Getty Images for Amazon Web Services)

Amazon Web Services (AWS) hat in Hamburg eine AWS Local Zone in Deutschland eröffnet. Das gab die Amazon-Sparte am 28. Oktober 2022 bekannt. Mit Hamburg gibt es jetzt 21 Local Zones weltweit, weitere 30 sind angekündigt.

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"Eine hohe Verfügbarkeit und geringe Latenzzeiten sind entscheidende Elemente für Unternehmen, die ihr Geschäft in der Cloud betreiben. Für einige Kunden spielt außerdem die Datenresidenz eine wichtige Rolle", sagte Michael Hanisch, Head of Technology bei AWS Deutschland. Kunden müssten so "keine eigenen On-Premises-Rechenzentren vor Ort betreiben".

Die neue AWS Local Zone in Hamburg kommt zu der bestehenden AWS-Infrastruktur in Deutschland einschließlich der AWS-Region Frankfurt sowie der 32 Edge-Standorte in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt und München hinzu. Im Februar 2022 wurden neue Local Zones von AWS in München und Berlin angekündigt. AWS Local Zones stellen Infrastruktur für Clouddienste wie Rechenleistung, Speicherkapazität und Datenbanken in der Nähe bereit.

AWS expandiert weltweit

AWS kündigte in diesem Monat an, 5 Milliarden US-Dollar in Thailand zu investieren, um seine Infrastruktur im Land zu stärken. Der Ausbau der AWS-Region Asien-Pazifik (Bangkok) erfolge über die kommenden 15 Jahre, hieß es.

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Die Investition umfasse den Bau von Rechenzentren und den Kauf von Waren und Dienstleistungen regionaler Unternehmen. Seit 2020 hat AWS zehn Amazon-Cloudfront-Edge-Standorte in Bangkok eröffnet. Amazon Cloudfront ist ein Content Delivery Network (CDN), das die Bereitstellung von Daten, Videos, Anwendungen und APIs für Nutzer beschleunigt.

AWS Local Zones sollen verschiedene AWS-Dienste wie Rechenleistung und Speicherplatz näher an den Endnutzer heranbringen und dadurch geringe Latenzzeiten ermöglichen.

AWS Edge Locations werden unter anderem für das AWS Content Delivery Network (CDN) genutzt, um Inhalte für Downloads, Websites oder Video-Streaming auszuliefern. Das CDN verteilt die Inhalte dorthin, wo sie nachgefragt werden, und speichert sie dann in den verschiedenen Edge Locations ab.

Verfügbarkeitszonen, wie sie in einer AWS-Region vorhanden sind, sind nochmals deutlich größer und stellen alle AWS-Dienste zur Verfügung. Sie eignen sich für die meisten Workloads, aber sie sind nicht so nah wie eine Local Zone.