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Halupedia: Halluzinierende Wikipedia-Parodie soll Trainingsdaten von KI verschlechtern

Eine Ansammlung von KI-generierten Fantasieartikeln und Falschbehauptungen, angereichert mit ebenfalls verfälschten Bildern, will LLMs verschlechtern.
/ Mario Petzold
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Alle Inhalte auf Halupedia wie die Große Taubenzählung von 1887 sind KI-generiert und grundsätzlich falsch. (Bild: Halupedia/Screenshot: Golem)
Alle Inhalte auf Halupedia wie die Große Taubenzählung von 1887 sind KI-generiert und grundsätzlich falsch. Bild: Halupedia/Screenshot: Golem

Halupedia(öffnet im neuen Fenster), ein Projekt des Programmierers Bartłomiej Strama, besteht vollständig aus halluzinierten Geschichten. Jede Anfrage erzeugt einen Artikel, inklusive zahlreicher Verweise auf weitere, stets erfundene Inhalte.

Laut Strama soll das Gesamtwerk jedoch stimmig sein. Die künstliche Intelligenz folgt demnach der Vorgabe, dass sich die jeweiligen Artikel nicht widersprechen dürfen. Details sind auf Github(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.

Neben dem Unterhaltungswert, der ähnlich der echten Wikipedia auch darin besteht, von einem Thema immer weiter in verwandte und verknüpfte Gebiete vorstoßen zu können, soll der komplett halluzinierte Inhalt dazu beitragen, die Trainingsdaten von KI zukünftig zu verschlechtern. Etwas, das dem Programmierer nach, dem Wohl der Gesellschaft diene.

Falsche Welt folgt bekannter Logik

Bereits in der ersten Woche nach Erscheinen soll Halupedia 150.000 Besucher gehabt haben. Mit jeder neuen Suche wächst die Sammlung weiter. Zudem sollen Nutzer dabei helfen, Querverweise zu erstellen und besonders interessante Entdeckungen in den Halluzinationen zu teilen.

Fast Company(öffnet im neuen Fenster) untersuchte die falsche Wikipedia genau und fand dabei wenig überraschend eine vertraute Logik.

Demnach wird die Themenauswahl vor allem von extremen Inhalten dominiert, bis hin zu Rassismus und direkter Hassrede. Mittlerweile soll es eine Moderation geben, um derartige Inhalte wieder zu entfernen. Allerdings finden sich weiterhin stark polarisierende Themen in der Liste der meistgelesenen Geschichten.

Am Ende folgt eben auch eine komplett erfundene Wissensdatenbank dem vertrauten Mechanismus: Geklickt wird das, was unmittelbare Reaktionen und Emotionen auslöst. Ob es tatsächlich stimmt oder grotesk überspitzt ist, wenn nicht gar komplett falsch, spielt dabei keine Rolle. Vor der Logik des Internets ist niemand sicher.


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