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Haltbarkeitsprüfung: Ford testet Autos mit Roboterfahrern

Ford will mit Hilfe von Robotern künftig die Haltbarkeit seiner Fahrzeuge testen und lässt sie auf einem abgesperrten Testgelände ans Steuer. Für menschliche Testfahrer wären die Tests zu anstrengend, meint Ford.
/ Andreas Donath
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Roboter als Testfahrer bei Ford (Bild: Ford)
Roboter als Testfahrer bei Ford Bild: Ford

Ford ist nach eigenen Angaben der erste Autohersteller, der mit Robotern seine Fahrzeuge auf einen Testparcours schickt, der dazu gedacht ist, die Haltbarkeit der Fahrzeuge unter extremen Bedingungen zu überprüfen. Zunächst sollen die Kleinlaster und Vans des amerikanischen Herstellers damit getestet werden, darunter der neue Transit, der 2014 auf den Markt kommen soll.

Robotischer Testfahrer bei Ford
Robotischer Testfahrer bei Ford (02:31)

Die Tests finden im US-Bundesstaat Michigan statt. Den Einsatz der Roboter begründet Ford mit den strapaziösen Testbedingungen, die menschlichen Fahrern kaum auf längere Zeit zuzumuten seien. Ersetzt werden sollen sie dennoch nicht.

Das Robotermodul übernimmt das Steuer des Wagens und kann auch bremsen und beschleunigen. Dabei soll das Fahrzeug einen vordefinierten Weg abfahren, während eine Kamera und GPS-Sensoren die Position überwachen. Sollte das Fahrzeug dennoch vom Weg abkommen, kann es notfalls aus der Ferne gestoppt oder umgelenkt werden.

Ein vollautonomes Fahren auf öffentlichen Straßen, wie es beispielsweise Google bei seinen Roboterautos forciert, plant Ford zwar nicht, dennoch sind Sensoren in den Testwagen installiert, die andere Fahrzeuge und Fußgänger erkennen und notfalls ein Bremsmanöver durchführen können.

Die Ford-Testroboter sollen die Fahrzeuge über Bordsteine, Metallgitter, Schlaglöcher und Ähnliches manövrieren, um innerhalb kurzer Zeit die Belastungen von einem zehnjährigen Fahrbetrieb zu simulieren.

Ford hat die Roboter-Testfahrer zusammen mit der US-Firma Autonomous Solutions entwickelt. Den Angaben von Mel Torrie, Chef von Autonomous Solutions(öffnet im neuen Fenster), zufolge können die Entwicklungen auch in anderen Bereichen wie dem Bergbau, der Landwirtschaft und beim Militär eingesetzt werden.


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