Halo Infinite im Test: Master Chief gefangen zwischen Waffe und Welt

Eine doofe Nebenfigur, sinnlose offene Umgebungen: Vor allem das tolle Kampfsystem rettet die Kampagne von Halo Infinite.

Ein Test von veröffentlicht am
Artwork von Halo Infinite
Artwork von Halo Infinite (Bild: Microsoft)

Kann man mit einer einzigen Patronenkugel eine Armee besiegen? Der Master Chief hat keinen Zweifel: "Das klappt schon!" Wenige Augenblicke später stürmt der Supersoldat am Anfang der Kampagne von Halo Infinite in Richtung eines feindlichen Raumschiffs. Sein Ziel und damit auch unseres: Die bösen Aliens niederringen und die Menschheit retten!

Inhalt:
  1. Halo Infinite im Test: Master Chief gefangen zwischen Waffe und Welt
  2. Der Master Chief greift zum Enterhaken
  3. Halo Infinite: Verfügbarkeit und Fazit

In dem von 343 Industries entwickelten Halo Infinite steuern wir erneut aus der Ich-Perspektive den legendären Master Chief, der als Mitglied einer Elitetruppe namens Spartaner an vorderster Front im galaktischen Krieg die die UNSC (United Nations Space Command) kämpft.

Das machen wir mit ihm in einer weitgehend linearen Kampagne, die uns in bekannter Serientradition durch Schlauchlevels und zwischendurch in neue, offene Umgebungen auf dem Ringplaneten Zeta schickt.

Wir sind nicht allein, sondern befinden uns in Gesellschaft eines Hologramms namens Waffe. Hier wird es kompliziert - und zwar so sehr, dass wir uns die weiteren Erklärungen schenken.

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Einsteiger dürften in der Handlung mit Waffe sowie mit Feinden wie den Banished, Blutsvätern, Endlosen, den Plage und Bestraften schon nach wenigen Stunden den Faden verlieren. Eine Rückschau auf die früheren Serienteile gibt es nicht, lediglich eine unübersichtliche Datenbank. Selbst wir als Serienkenner hatten irgendwann nur noch eine ungefähre Ahnung, um was es geht.

Immerhin, die erste halbe bis ganze Stunde von Infinite bietet einige der erzählerisch stärksten Momente der gesamten Serie. Danach verliert sich die Story in Details. Besonders ärgerlich: Waffe (also das weibliche Hologramm) ist eine fast schon skandalös dümmliche Frauenfigur.

Die Dame steht in ihrem hautengen Anzug oft wie ein Haustierchen auf der Hand des Master Chief und ist immer wieder von den Geschehnissen überfordert. Unfassbar, dass so etwas bei Microsoft durchgeht!

Wer allerdings Waffe und die sonstigen Details der Handlung ignoriert, muss in Halo Infinite keine weiteren Probleme fürchten. Auf Knopfdruck wird das jeweils nächste Ziel markiert - wir wissen also immer genau, wohin wir müssen. In den meist linearen Hauptmissionen ist das aber sowieso klar.

Hier befinden wir oft in den aus Halo bekannten, abstrakt gehaltenen Konstruktionen, die irgendwie die mysteriösen Riesenapparate oder Tempelanlagen von längst vergessenen Bauherren darstellen. Das wirkt nicht sehr immersiv, sieht aber in weiten Teilen schön aus. Die späteren Aufträge schicken uns zunehmend in die offenen Umgebungen.

Halo Infinite (Steelbook) - [Xbox One, Xbox Series X]

Auf der Ringwelt Zeta dürfen wir uns zwischen den Hauptmissionen frei bewegen. Das gab es auch schon in früheren Halo, hier sind die Umgebungen aber sehr viel größer - und schöner. Insbesondere spätere Abschnitte sehen dank weiter Landschaften mit abgestützten Raumschiffstrümmern und einem angedeuteten Tag-Nacht-Wechsel imposant aus.

Wir können dort Hauptmissionen verfolgen. Aber als Nebenaufgaben auch Stellungen der feindlichen Banished erobern, indem wir zuerst alle Elite, Brute und Grunt sowie die weiteren Feinde auslöschen. Gelegentlich müssen wir dann noch ein paar Knöpfe drücken, um Anlagen zu zerstören, dann gehört die Stellung uns.

  • Der Master Chief mit Waffe in der Hand. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die offenen Umgebungen auf dem Planeten Zeta sind sehr bergig. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Mit dem Bordgeschütz des Jeeps haben wir relativ leichtes Spiel im Kampf gegen versteckte Aliens. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Eines der (nicht allzu vielen) Gespräche zwischen Master Chief und Waffe. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Bei den Kämpfen im Gleiter gibt es schicke Lichteffekte. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • In einem Vorposten der Banished jagen wir ein Raumschiff in die Luft. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Übersichtskarte sehen wir die feindlichen Stellungen. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das gelb markierte Kontrollpunkt ist unser aktuelles Ziel.  (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Kampf mit einem der Bossgegner. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Unsere Ausrüstung können wir im Spielverlauf verbessern. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Befreite menschliche Soldaten helfen im Kampf. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Der helle Streifen über Boss Bassus ist der Schild - der muss runter. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Der Master Chief mit Waffe in der Hand. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Wirklich nötig für die Rettung der Menschheit ist das nicht, aber durchaus spaßig: Immer wieder gibt es kleinere Überraschungen. Etwa, indem Gegnernachschub in Sonden auf den Boden kracht und dann das Feuer auf uns eröffnet.

Wenn wir außerdem andere menschliche Soldaten befreien, helfen die uns ein bisschen - aber wirklich nur in unmittelbarer Nähe der Stelle, an der wir ihnen begegnet sind. Wir können uns also keinen Beistand für Hauptmissionen freischalten.

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Der Master Chief greift zum Enterhaken 
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Achranon 15. Dez 2021 / Themenstart

Ja, 75% maximal. Es wirkt leider nicht ansatzweise so hochwertig wie ähnliche Triple A...

Achranon 15. Dez 2021 / Themenstart

Diesen Kritikpunkt habe ich auch nicht verstanden. Ist doch nur eine KI, und soll halt...

Achranon 15. Dez 2021 / Themenstart

Also ich habe keinen einzigen auf einer nennenswerten Review Seite gefunden wo die Open...

John Donson 07. Dez 2021 / Themenstart

Koop kommt in Season 2 und Forge Kreativmodus in Season 3. Aktuell soll Season 2 im Mai...

Lufegrt 06. Dez 2021 / Themenstart

Ich mein man kann die Story schlecht finden oder die intelligente Einbindung einer Open...

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