Halo Infinite angespielt: Spartan-Bots machen dem Master Chief alle Ehre
Nein, Craig the Brute(öffnet im neuen Fenster) haben wir in der Technical Preview von Halo Infinite nicht zu Gesicht bekommen. Dafür einen Schießstand und drei durchaus hübsche Mehrspielerkarten, in denen wir gegen KI-gesteuerte Spartans antreten konnten. Die haben uns ohnehin derart beschäftigt, dass wir Craig keines Blickes gewürdigt hätten.
Die Vorabversion war am vergangenen Wochenende für alle Xbox-Systeme und Windows-PC verfügbar, allerdings nur für eingeladene Personen des Halo-Insider-Programms. Wir sind dem Aufruf gefolgt und haben als Spartan-Soldat trainiert, um dann im 4-gegen-4-Modus anzutreten.
Zur Standardausrüstung gehören das MA40-Sturmgewehr für mittlere Distanzen und die schon im ersten Halo für größere Entfernungen beliebte MK50-Pistole, was zusammen eine gute Kombo ergibt. Das Gunplay ist schnell und präzise, nie hatten wir das Gefühl, zu wenig Kontrolle über unsere Waffen zu haben.
Drei Maps mit 4 gegen 4
Neu dazugekommen ist beispielsweise die VK78 Commando als DMR(öffnet im neuen Fenster) , die sich für gezielte Schüsse bei weiter entfernten Opponenten eignet. Mit der Bulldog gibt es eine klassische Shotgun, die im Nahkampf ein sattes Treffer-Feedback liefert, und die Skewer, welche sehr viel Schaden verursacht – aber ewig nachlädt. Die sechsschüssige Heatwave lässt sich horizontal und vertikal abfeuern, zudem generiert sie explodierende Querschläger.
Gekämpft wird auf drei Karten – Bazaar, Live Fire, Recharge – mit vielen Höhenunterschieden und oft verwinkelten Abschnitten. So können wir das auf dem Schießstand vorab erlernte Wissen in die Praxis umsetzen, was auch dringend nötig ist: Zwar fühlt sich Halo Infinite an wie frühere Serienteile, auch sprinten und rutschen wir flüssig über die Maps.
Die spielerische Stärke der Bots aber hat uns überrascht, zumal Entwickler 343 Industries diese über das Wochenende hinweg immer weiter gesteigert hat. Die aktuelle Spartan-Stufe verhält sich überraschend clever: Sie geht in Deckung oder stürmt vor, setzt mit Granaten nach und schützt Engstellen mit platzierbaren Schilden. Die meisten Matches endeten relativ eng, etwa 41:37 für das menschliche Squad.
Toller Sound, gute Optik
Weil es sich um eine Technical Preview handelt, noch ein paar Worte dazu: Schon im Menü erklingt die ikonische Musik, die Waffen hinterlassen ein stimmiges Gefühl und wenn aus dem Off ein "You're quite lethal with that" erschallt, nicken wir zufrieden. Die grafische Qualität der drei Karten finden wir für eine Vorschau gelungen, zumal es sich nicht um die epische Multiplayer-Kampagne handelt und Halo Infinite bereits in diesem Stadium mit 120 fps (bei bis zu 1440p) auf der Xbox Series X läuft.
Die PC-Version protzt mit Unmengen an Einstellungsmöglichkeiten, darunter auch solche für das Sichtfeld (Field of View) und teils umstrittene Post-Processing-Effekte wie chromatische Aberration. Die Performance in 4K mit Ultra-Details ist auf der Geforce RTX 3080 Ti noch nicht überzeugend, wegen mangelnder Auslastung (oft unter 70 Prozent) erreichen wir selten über 60 fps – diese Optimierungen dürften aber noch folgen.
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