Halo Infinite angespielt: "Der grüne Typ ist wieder da"

Lustig kreischende Aliens, eine offene Welt und vertraute Waffen: Golem.de hat als Master Chief die Kampagne von Halo Infinite angespielt.

Artikel veröffentlicht am ,
Als Master Chief gehen wir hinter einem Schild in Deckung.
Als Master Chief gehen wir hinter einem Schild in Deckung. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Die Frage war nicht, ob der verschollene Master Chief wieder im intergalaktischen Krieg zwischen Menschheit und außerirdischen Mächten auftaucht - sondern wie. Die von 343 Industries entwickelte Kampagne von Halo Infinite macht die Sache zum Glück nicht allzu kompliziert.

Der schwer gepanzerte Elitesoldat taucht eines Tages vor der Frontscheibe eines Raumschiffs auf, kurz darauf hängt er dann auch schon an der Steckdose und wacht auf. Nur wenige Augenblicke später stürzt er sich in den Kampf - und wir uns mit ihm.

Golem.de konnte die ersten paar Stunden der fertigen Kampagne auf einer Xbox Series X anspielen. Dabei haben wir uns unter anderem köstlich darüber amüsiert, wie die Aliens auf die Rückkehr ihres Intimfeindes reagieren. "Der grüne Typ ist wieder da", schreit ebenso respektlos wie erstaunt einer der kleinen Banished, kurz bevor wir ihn niederstrecken.

Die Rufe der außerirdischen Krieger haben bei uns immer wieder für Lacher gesorgt. Unsere Favoriten: "Du bist ja noch mieser als ich", "Kämpfe ohne deine Rüstung, Schwächling!" und als heimliches Highlight für Hundebesitzer: "Er ist schwach wie ein harmloser Welpe."

Man kann sich darüber streiten, ob diese Komik zur eigentlich todernsten Handlung passt, schließlich geht es um das Überleben der Menschheit und einen riesigen stellaren Krieg.

Allerdings haben wir uns sowieso schwergetan, in diese Handlung einzusteigen. Obwohl wir alle Halo davor durchgespielt haben, hatten wir echte Probleme, der Story um den Master Chief und seine KI-Begleiterin Cortana zu folgen. Es gibt keine Rückschau. Wer durchsteigen will, muss alle Details und Begriffe kennen.

In Infinite haben wir es mit einer neuen Computerfrau zu tun, die auf den mindestens merkwürdigen Namen "Waffe" hört - was es damit genau auf sich hat, erfahren wir vermutlich erst im späteren Verlauf der Geschichte.

Den Anfang verbringen wir in linearen Gängen auf Raumschiffen und -stationen, in denen wir gegen kleine und größere Banished kämpfen. Das jeweils aktuelle Ziel ist in bekannter Serientradition markiert. Nach gut drei Stunden sind wir dann auf der Oberfläche des Ringplaneten Zeta angekommen.

Hier können wir uns frei bewegen. Auf der Übersichtskarte sehen wir unsere aktuelle Position, außerdem sind dort feindliche besetzte Außenposten und andere Stellungen markiert. Die können wir befreien, was uns in erster Linie Technikpunkte zum Verbessern etwa unserer Schilde oder anderer Ausrüstung bringt.

Wahlweise können wir weiter der Handlung folgen, indem wir uns zur nächsten Hauptmission begeben. Dabei sind wir zu Fuß oder mit Fahrzeugen wie dem bekannten Warthog unterwegs - deren gewöhnungsbedürftige Steuerung aus den Vorgängern beibehalten wurde.

  • Der Master Chief vor einem Hologramm des Ringplaneten Zeta (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Steuerung der Vehikel ist ähnlich unkomfortabel wie in den Vorgängern. (Bild: Microsoft/ Screenshot: Golem.de)
  • Master Chief und eine KI-Begleitung namens Waffe (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Übersichtskarte zeigt besetzte und befreite Außenposten. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die ersten paar Stunden verbringen wir in schön gestalteten Umgebungen. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Von oben kundschaften wir auf Zeta eine feindliche Station aus. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Der Master Chief vor einem Hologramm des Ringplaneten Zeta (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Auch das Kampfsystem erinnert überdeutlich an die Vorgänger: Wir sind als Master Chief in der Ich-Perspektive unterwegs und feuern auf Aliens. Nur wenn die Hauptfigur eine schwere Waffe trägt, sehen wir sie von hinten. Kaum eine der Waffen verfügt über allzu viel Munition, so dass wir uns immer neue Energiekanonen suchen müssen.

Neben dem Sturmgewehr und dem Nadler gibt es noch weitere altbekannte Waffen. Dazu kommen Granaten, die entweder beim Aufprall explodieren oder sich an die Gegner heften und nach ein paar Augenblicken detonieren.

Übrigens fanden wir den "normalen" der vier Schwierigkeitsgrade relativ fordernd; ein Wechsel nach dem Start der Kampagne ist nicht möglich. Knifflig waren insbesondere Bosskämpfe, weil sich die Schilde der außerirdischen Elitekrieger sehr schnell aufgeladen haben. Solange sie aktiv waren, haben wir aber keinen sonstigen Schaden verursacht. Geschafft haben wir es trotzdem.

Halo Infinite: Verfügbarkeit und Multiplayer

Die Kampagne von Halo Infinite soll am 8. Dezember 2021 für Window-PC, Xbox One und Series X/S zum Vollpreis erscheinen. Wir haben bereits die deutsche Sprachversion gespielt, die wir nicht ganz optimal finden. Alle wichtigen Protagonisten siezen sich, was erstens künstlich klingt und zweitens immer wieder mal für Unklarheit sorgt, ob unser Gegenüber oder doch die Aliens gemeint sind.

Über den Gesamtumfang können wir momentan nichts sagen. Den Multiplayer hat Microsoft bereits als kostenlosen Download mit Mikrotransaktionen veröffentlicht.

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Hotohori 20. Nov 2021

Aber erst wenn klar ist in welchem Zustand das Spiel ist, das versteht sich inzwischen...

althalus1969 20. Nov 2021

Einfach mal die App öffnen, Halo Infinite Kampagne ist im Gamepass enthalten. Da hat MS...



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