Halo Campaign Evolved: Der Master Chief kehrt stark zurück
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Es gibt Spieler, die diese Mission in- und auswendig kennen. Eine verschneite Canyonlandschaft, kilometerlange Forerunner-Korridore, Covenant-Stellungen hinter jeder Kurve und schließlich der Scorpion-Panzer: Für viele Halo-Fans gehört Assault on the Control Room zu den ikonischsten Abschnitten von Halo – Combat Evolved.
Doch nach rund 30 Minuten mit Halo Campaign Evolved fühlte sich dieser vertraute Schauplatz für uns überraschend neu an. Nicht, weil Halo Studios(öffnet im neuen Fenster) das Original komplett umgekrempelt hätte, sondern weil die Entwickler den Shooter-Klassiker mit bemerkenswerter Konsequenz in die Gegenwart transportieren.
Der technische Sprung ist dabei kaum zu übersehen. Halo Campaign Evolved entsteht in der Unreal Engine 5 und wirkt gleich auf den ersten Blick eher wie eine Neuinterpretation als ein klassisches Remaster.
Umgebungen, Zwischensequenzen und Animationen wurden neu aufgebaut, das Motion-Capturing komplett überarbeitet und sogar zentrale Sprachaufnahmen mit den Originalsprechern Steve Downes und Jen Taylor neu eingespielt.
Gleichzeitig betonen die Entwickler immer wieder, dass unter der modernen Oberfläche weiterhin die DNA des Originals steckt. "Der originale Code befindet sich immer noch im Spiel", erklärte uns das Team auf dem Summer Game Fest 2026.
Die ursprüngliche Halo-Simulation laufe weiterhin unter einer Unreal-Schicht und sorge dafür, dass sich Campaign Evolved trotz neuer Technik nach Combat Evolved anfühle. Genau diesen Eindruck hinterließ auch die Anspielsession.
In der gezeigten Mission rollt der Master Chief zunächst mit einem Scorpion durch einen verschneiten Talabschnitt, während Covenant-Truppen von erhöhten Positionen aus angreifen. Anschließend öffnen sich größere Kampfarenen mit Fahrzeugen, Bunkern und mehreren Angriffswellen.
Die Gefechte profitieren sichtbar von der neuen Technik. Explosionen wirken spektakulärer, die Beleuchtung erzeugt mehr Atmosphäre und die enorme Sichtweite lässt die riesigen Außenareale noch beeindruckender erscheinen als im Original.
Mehr Komfort auf der Ringwelt
Gleichzeitig bleibt das typische Halo-Gefühl erhalten: Gegner flankieren intelligent, Grunts geraten in Panik, Elites absorbieren Treffer mit ihren Schilden und Fahrzeuggefechte entwickeln schnell ein angenehmes Chaos.
Doch Halo Studios beschränkt sich nicht auf eine optische Frischzellenkur. Zahlreiche Komfortfunktionen und Gameplay-Verbesserungen sollen das inzwischen 25 Jahre alte Design modernisieren.
So verfügt der Master Chief nun standardmäßig über einen Sprint, außerdem halten Funktionen Einzug, die erst in späteren Halo-Spielen selbstverständlich wurden. Fahrzeuge lassen sich kapern, ein Wraith kann übernommen werden, Energyschwert und Brennstabkanone sind nutzbar und generell orientiert sich das Spiel stärker an den Möglichkeiten moderner Halo-Titel.
Die Entwickler betonen allerdings, dass diese Neuerungen bewusst zurückhaltend integriert wurden. Ziel sei nicht gewesen, Halo neu zu erfinden, sondern die Erkenntnisse aus einem Vierteljahrhundert Seriengeschichte sinnvoll einzubauen. Wer die klassische Erfahrung bevorzugt, kann Sprint und andere moderne Elemente über Schädel-Modifikatoren sogar wieder deaktivieren.
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