Halo Band: Amazon wertet Körperbilder für neuen Gesundheitsdienst aus

Foto von sich in Unterhose an Amazon schicken, die Stimme analysieren lassen: Klingt nach Datenschutzkatastrophe, soll aber gesund sein.

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Artwork von Amazon Halo
Artwork von Amazon Halo (Bild: Amazon)

Vorerst in den USA startet Amazon ein neues Angebot namens Amazon Halo, das in Konkurrenz zu Diensten wie Fitbit Premium oder Apple Health treten will - aber auf neue Ideen setzt. Die Ungewöhnlichste: Die Mitglieder sollen sich selbst mit der für iOS und Android verfügbaren App in Unterwäsche fotografieren und die Bilder in der Cloud von einem Deep Neural Network analysieren lassen.

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Das ist laut Amazon darauf trainiert, den Körperfettanteil festzustellen - wesentlich besser als jede Körperfettwaage und ungefähr so präzise wie ein erfahrener Arzt. Für eine sinnvolle Nutzung von Amazon Halo sei etwa alle zwei Wochen ein neues Bild nötig, um den langfristig Trend feststellen zu können.

Das klingt aus medizinischer Sicht durchaus nachvollziehbar. Amazon versucht Datenschutzbedenken zu zerstreuen: Das Unternehmen sagt, dass die Bilder auf den Servern sofort nach der Untersuchung automatisch entfernt würden. Alle Daten aus der Analyse - inklusive einem 3D-Modell des Nutzers - würden dann nur lokal auf dem Smartphone gespeichert und könnten jederzeit gelöscht oder heruntergeladen werden.

Die Nutzer sollen auch ihre Stimme und das Sprachverhalten messen können, um so für bessere Beziehungen zu Freunden und Familie zu sorgen - schließlich verbessere auch das die Gesundheit und das Wohlbefinden, argumentiert Amazon. Als Beispiel nennt die Firma, dass man etwa im Home Office die Anspannung aus Geschäftstelefonaten mit in private Gespräche nehme, was man durch die Analysen erkennen und verhindern könne.

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Stimme und Sprache werden von der App sowie von einem Band - dazu gleich noch mehr - erfasst und dann ebenfalls auf der Cloud ausgewertet. Amazon verspricht, dass die Sprachanalyse jederzeit vollständig abgeschaltet werden kann.

Amazon Halo ist kein Hardwareangebot, sondern ein Business as a Service - bei dem aber auch das Band dazugehört. Es verfügt über Sensoren zur Bewegungserkennung, es misst den Puls am Handgelenk und erkennt die Hauttemperatur. Ein eigenes Display hat es nicht, stattdessen werden die Daten über die App angezeigt. Der Akku soll rund sechs Tage durchhalten.

Neben Körperfettanteil und Sprachanalyse soll Amazon Halo auch den Schlaf analysieren und mit Hinweisen warnen, wenn sich die Nutzer zu wenig bewegen. Außerdem sollen per Cloud weitere Analysen möglich sein, die durchaus interessant erscheinen: Beispielweise soll Halo feststellen können, ob einem der Gewohnheitskaffee am Nachmittag langfristig wirklich gut tut.

Zumindest zum Teil müssen die Mitglieder dazu aber weitere Programme und Dienste integrieren, etwa WW (früher Weight Watchers) - aber auch viele Angebote etwa von Fitnessstudioketten, die es nur in den USA gibt. Amazon Halo kostet derzeit im Early Access rund 65 US-Dollar für sechs Monate, das Band ist im Preis enthalten. Ob und wann der Dienst in anderen Ländern starten soll, ist nicht bekannt.

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