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Noch bei Erscheinen der ersten Xbox im Jahr 2001 lächelten viele nur müde: Ego-Shooter funktionieren nur mit Tastatur und Maus und wohl kaum mit zwei Analogsticks. Dann probierten die Kritiker ein Spiel aus, das nicht nur Microsoft den erfolgreichen Einstieg in die Konsolenwelt bescheren sollte, sondern auch viele moderne Shooter beeinflusste.

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Halo: Kampf um die Zukunft ist ein Meisterwerk, an das wir uns gern erinnern. Es ist die Grundlage für eine erfolgreiche Serie, die ständig weiter wächst. Dieser Erfolg ist auch ein Grund für die Veröffentlichung des Originals für den PC, was neben 16-zu-9-Auflösungen höhere Bildraten ermöglicht.

Schon in den ersten Spielminuten wird uns in Halo unsere Lage bewusst: Die Menschheit hat einen außerirdischen Feind, die Allianz - und es ist an uns, diese zu bekämpfen. Wir schlüpften in die Rolle des Master Chief, eines Supersoldaten im grünen Kampfanzug, der von der KI Cortana begleitet wird. Nach einer kurzen Einführung in die Steuerung geht es bereits durch die Decks unseres unter Beschuss stehenden Kampfschiffes, der Pillar of Autumn.

Mit dem rechten Analogstick schauen wir uns um, mit dem linken laufen wir: Einfacher geht es nicht. Eine merkliche, aber nicht zu starke Zielhilfe und farbliche Indikatoren auf dem Fadenkreuz unterstützen uns beim Schießen. Halo hat es damit ziemlich schnell geschafft, First-Person-Shooter auch für Gelegenheitsspieler ohne teuren Gaming-PC salonfähig zu machen. Das war in der damaligen Zeit eine Revolution.

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Es ist erstaunlich, wie eingängig und präzise sich Halo mit dem klobigen Duke-Controller auch heute noch auf der Ur-Xbox spielen lässt. Andererseits wundert es wenig, denn viele Konsolen-Shooter der Gegenwart wie Call of Duty oder auch Bungies eigenes Spiel Destiny basieren auf einem ähnlichen Prinzip, das sich wenig geändert hat.

Wie kaum ein Egoshooter zuvor begeisterte Halo die Spieler durch eine dichte Atmosphäre und packende Story. Dabei sind die Truppen der Allianz nicht unsere schlimmsten Gegner - später bekommen wir es mit fiesen zombieartigen Mutanten, den Flood, zu tun. Diese schwärmen in Massen auf uns ein, während im Hintergrund der bombastische Soundtrack aus den Stereoboxen dröhnt. Den Mix aus Trommeln, Chören und klassischen Instrumenten erkennen Fans in allen Teilen der Serie wieder. Er entstammt den Ideen des Komponisten Martin O'Donnell, der fortan für viele Bungie-Spiele verantwortlich war.

Supersoldat oder nicht: In Halo können wir stets nur zwei verschiedene Waffen mit uns führen. Vom Sturmgewehr über Pistolen und Raketenwerfer bis zum kristallspuckenden Needler - menschliche und Alien-Kanonen haben stets ein beeindruckendes Sounddesign beim Feuern, das durch den Vibrationsmotor des Xbox-Controllers noch verstärkt wird.

Dabei ist jede der Knarren für verschiedene Gegnerklassen gut. Das Zwei-Waffen-System sehen wir auch heute noch in Titeln wie Call of Duty Modern Warfare oder der Battlefield-Reihe. Ebenfalls oft kopiert: das Regenerationssystem in Form von Schilden, das Halo durch die große Anzahl an Gegnern einführen musste, damit den Spielern eine faire Chance blieb.

Doch nicht nur die Waffenwahl ist in Halo eine taktische Entscheidung: Wir müssen uns auch mit dem Verhalten der vielen Gegner vertraut machen. Schildtragende Wächter verteidigen ihren Standort, während uns Elitesoldaten mit Plasmaschwertern im Nahkampf überwältigen wollen. Unterstützt werden wir von menschlichen Soldaten, die in den meisten Situationen eine wirkliche Hilfe und kein Hindernis sind. Die KI in Halo war für die damalige Zeit ein Alleinstellungsmerkmal und ist auch vielen heutigen Titeln noch überlegen.

Was haben wir gestaunt, als zum ersten Mal Drohnen schreiend die Flucht ergriffen, weil ihr Kommandant niedergestreckt wurde. Andere Gegner riefen um Hilfe, wenn sie uns ausgemacht hatten. Dadurch wurde aus einer einfachen Situation schnell ein herausfordernder Kampf, bei dem wir alles geben mussten - ohne dass das Spiel zu unfair erschien.

Bungie hatte für die finale Version des Shooters pünktlich zum Start der Xbox nicht viel Zeit: Das merken wir der Kampagne des Spiels an. Spätere Level wiederholten sich schnell und wurden teilweise sogar recycelt. So läuft der Master Chief zwei Mal durch die engen Korridore der Pillar of Autumn und durch die immer gleich aussehenden Gänge der Alien-Kampfschiffe.

Halo zeigte auch, wo die Grenzen der damals neuen Xbox lagen. Wenn wir im Vier-Spieler-Mehrspielermodus gegeneinander oder zu zweit in der Kampagne gemeinsam antreten, werden 30 fps kaum erreicht. Das Stocken, Stottern und die kleinen Bildausschnitte tun dem Spaß allerdings keinen Abbruch. Dass der Mehrspielermodus von Halo eines der Highlights werden sollte, hätte sich Bungie wohl nicht vorstellen können. Er wurde nämlich in der letzten Entwicklungsphase noch hastig hinzugefügt.

Als einer der ersten Titel und noch vor dem Siegeszug von Battlefield 1942 stopfte Halo übrigens Soldaten, Warthogs, Panzer, Gleiter und Raumjäger auf eine Karte und ermöglichte dadurch genauso hektische wie adrenalingeladene Mehrspielergefechte - auf dem PC mit bis zu 16 Spielern im Netzwerk. Tag und Nacht jagten wir auf Blood Gulch Fahnen hinterher, überschlugen uns mit Kampfbuggys oder lieferten uns Gefechte mit fliegenden Banshees.

Das ist auch heute noch möglich, denn nach dem Abschalten der Gamespy-Server wurde mit dem Patch 1.10 ein neuer Master-Server eingebunden. Die Community ist klein, aber leidenschaftlich, und die gefürchtete Pistole ist noch immer eine der stärksten Waffen im Spiel.

Der Erfolg von Halo war gewaltig und begleitete seit jeher Microsofts Xbox-Konsolen. Nach dem ebenfalls hochgelobten Halo 2 kamen Halo 3, Halo Reach und Halo 4 für die Xbox 360, während Halo 5 Guardians auf der Xbox One exklusiv verkauft wurde. Für die Xbox Series X - Microsofts nächste Konsole - kommt Halo Infinite heraus. Die Master-Chief-Collection legt viele Titel der Serie mit besserer Grafik und teils neuer Engine für Xbox und PC neu auf.

Das Franchise geht aber über Spiele hinaus: Mehrere Romane, eine Miniserie und sogar Spielfilme mit dem gesichtslosen Master Chief gibt es bereits. Die Serie wächst also noch immer weiter. Und sollte sie einmal enden, bleibt zumindest der Einfluss, den Halo: Kampf um die Zukunft auf die Spielewelt hatte.

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 Halo (2001): Der Master Chief mit der Frau im Kopf
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Labbm 19. Dez 2019

Danke dafür, den ganzen Hype um Halo kann ich echt kein Stück verstehen. Die Story ist...

Neuro-Chef 16. Dez 2019

fuck, ich werd alt..

RuID 16. Dez 2019

Dito. Jedesmal wenn ich Halo irgendwo lese, muss ich daran denken. War damals sehr...

Prypjat 16. Dez 2019

Yeah! North & South! Aber nicht dem Mexikaner oder dem Indianer zu Nahe kommen. :D...

Prypjat 16. Dez 2019

Dieses Game war besonders im 4 Player Deathmatch ein Highlight.



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