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Haliade-X: General Electric will das größte Windrad der Welt bauen

Der US-Mischkonzern General Electric entwickelt gerade eine Offshore-Windturbine mit stolzen zwölf Megawatt Nennleistung. Es ist das größte und effizienteste Windrad der Welt.

Ein Bericht von Daniel Hautmann veröffentlicht am
Windrad Heliade-X: Größere Windräder erfordern weniger Investitionen.
Windrad Heliade-X: Größere Windräder erfordern weniger Investitionen. (Bild: General Electric)

Diese Windkraftanlage stellt alles in den Schatten: Fast 200 Meter hoch thront das Rad über dem Meeresspiegel. Seine drei Flügel malen einen 220 Meter großen Kreis in den Himmel. Der Generator liefert Strom für bis zu 16.000 Haushalte. Noch gibt es die riesige Anlage nur in Computeranimationen, doch schon im kommenden Jahr soll der erste Demonstrator getestet werden. 2021 soll dann die Serienfertigung starten.

Inhalt:
  1. Haliade-X: General Electric will das größte Windrad der Welt bauen
  2. Die Rotorblätter sind größer als heutige

Die Windkraftanlage namens Haliade-X, die der US-Mischkonzern General Electric im März vorgestellt hat, könnte - so sie denn in Serie gebaut wird - eine neue Ära in der Windstromproduktion einleiten. Bislang sind die meisten Offshore-Windfarmen mit Fünf-Megawatt-Anlagen bestückt. Die Haliade hat mit zwölf Megawatt (MW) mehr als das Doppelte. Das hat einen simplen Grund: Wenige große Anlagen produzieren Strom günstiger als viele kleine. "Für die Branche ist das wie Poker", sagt Po Wen Cheng, Windkraftspezialist an der Universität Stuttgart. "GE hat den Einsatz verdoppelt. Die Konkurrenten müssen mitziehen oder warten, bis man die Karten offenlegt".

Das Größenwachstum sorgte in den vergangenen Jahren bereits für drastische Preisstürze. Kostete Strom von Offshore-Windrädern vor wenigen Jahren noch rund 18 Cent je Kilowattstunde, so ist das Niveau bereits unter 10 Cent gesunken. "Wir haben spektakuläre Kostenreduktionen gesehen", sagte Giles Dickson, Vorstand des europäischen Windindustrieverbandes Wind Europe, auf einer Fachkonferenz in Hamburg Anfang April. Mancher große Energiekonzern spricht schon davon, Offshore-Strom für 3,7 Cent produzieren zu wollen.

Hintergrund für derart große Anlagen sind die sogenannten "Nullrunden". Ab den 2020er Jahren werden zahlreiche Windparks gebaut, die ohne Subvention auskommen. Um in diesem Umfeld wettbewerbsfähig zu sein, müssen die Stromgestehungskosten sinken. Ein probater Weg, das zu erreichen, ist, die Anlagen größer zu gestalten. Denn größere Maschinen vereinfachen die Logistikkette: Man muss nur ein Fundament und ein Windrad installieren, braucht also weniger Installationsschiffe. Zudem bedarf es weniger Verkabelungen und Umspannstationen. Ferner vereinfachen sich Betrieb und Wartung. "Größere Anlagen haben gewaltige Vorteile", unterstreicht Windkraftspezialist Manfred Lührs vom Beratungsunternehmen 8.2. "Mit ihnen werden die Standorte optimal ausgenutzt."

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Seit Jahren wird gemunkelt, dass in absehbarer Zeit Turbinen mit bis zu 20 Megawatt auftauchen werden. Doch bislang blieb es bei Ankündigungen. Der derzeitige Rekordhalter ist eine 9,5-Megawatt-Anlage von MHI-Vestas. Auch dieses Windrad ist noch ein Prototyp. Die Haliade-X wird die erste Turbine sein, die die 10-MW-Schallmauer durchbricht.

Die Rotorblätter sind größer als heutige 
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Schneiderhahn 12. Jun 2018 / Themenstart

Sehe ich genauso. Die Kernfusionsforschung ist beinahe zum Erfolg verdammt oder welche...

subjord 11. Jun 2018 / Themenstart

Die Anlagen wurden doch meistens so gebaut, dass der Schlagschatten keine Häuser trifft...

twiro 10. Jun 2018 / Themenstart

Schon passiert, aber Danke für den Tipp! Die Strompreise in der (ja eigentlich teuren...

irisquelle 09. Jun 2018 / Themenstart

Also eine solche Anlange offshore zu errichten und bei den dort herrschenden...

irisquelle 09. Jun 2018 / Themenstart

Die Lärmbelästigung durch Windkraftanlagen ist Offshore kein Thema, das die Menschen...

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