Halbleiterwerk in Magdeburg: Intel gibt Chipfabrik in Deutschland auf
Intel-Chef Lip-Bu Tan hat angekündigt, die Pläne für die Chipfabrik in Magdeburg aufzugeben. Neue Werke sollten zukünftig nicht mehr gebaut werden, bevor es dafür konkreten Bedarf gebe und sichergestellt sei, dass die Fabriken ausgelastet würden. Auch ein geplantes Werk in Polen soll laut der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) nicht mehr gebaut werden.
Der neue Intel-CEO kündigte außerdem eine Umstrukturierung an, mit der Intel zu einem schlankeren Konzern werden soll. Vorausgegangen waren Quartalsergebnisse, die hinter den Erwartungen der Analysten lagen. Kern der Maßnahmen ist eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl von rund 100.000 auf 75.000 Stellen bis zum Jahresende.
Anfang Juli 2025 erhielten bereits einige tausend Mitarbeiter ihre Kündigung , weitere Stellen will Intel durch andere Maßnahmen sowie reguläre Abgänge abbauen. Das Unternehmen will zudem das Packaging der Chips aus den Werken in Costa Rica, Vietnam und Malaysia zusammenlegen.
Neue Projekte nur noch mit klaren Erfolgsaussichten
Intel kündigte im Juni 2025 an, dass neue Projekte nur eine Genehmigung erhielten, wenn eine Gewinnmarge von 50 Prozent erzielt werden könne(öffnet im neuen Fenster) . Unklar ist, ob und welche aktuellen Produktkategorien in diesem Zusammenhang möglicherweise eingestellt werden könnten. Die Bereiche Workstation-CPUs und dedizierte Grafikkarten haben aktuell nur geringe Marktanteile.
Bei der Chipfertigung für externe Kunden setzt Lip-Bu Tan statt auf den ehemals angepeilten 18A-Prozess auf den Nachfolger 14A. Zwar wird 18A für einige kommende Intel-Produkte eingesetzt, das Interesse der Foundry-Kunden ist allerdings nach wie vor gering. Damit fällt auch der Bedarf für die geplante 18A-Fabrik in Magdeburg weg.
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