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Halbleiterproduktion in Leixlip: Intel will durch unbezahlten Urlaub sparen

Angestellte des Chipherstellers sollen "freiwillige Auszeiten" nehmen. Intel will allein im kommenden Jahr 3 Milliarden US-Dollar einsparen.
/ Daniel Ziegener
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Geht's bald in den unbezahlten Urlaub? (Bild: Intel)
Geht's bald in den unbezahlten Urlaub? Bild: Intel

Intel bietet seinen Arbeitnehmern in Irland drei Monate unbezahlten Urlaub an, um Kosten zu sparen. Das meldet die Financial Times(öffnet im neuen Fenster) . Der US-Chiphersteller will nach zuletzt schwachen Geschäftszahlen im nächsten Jahr Kosten in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar einsparen.

Laut Intel handelt es sich dabei um ein "Programm für freiwillige Auszeiten" . "Die Mitarbeiter können sich bewerben und das Unternehmen wird entscheiden, was es bewältigen kann" , teilte das Unternehmen der Financial Times mit.

Das Programm steht im Schatten der im Oktober 2022 angekündigten Massenentlassungen . Die Zahl der geplanten Entlassungen soll Berichten zufolge in die Tausende gehen.

Laut Angaben des Unternehmens arbeiten 4.500 Menschen auf dem Campus in Leixlip. Intel hatte erst im April 2022 angekündigt, den Standort mit Investitionen in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar ausbauen zu wollen .

Nach schlechten Quartalsergebnissen auf Sparkurs

Intels letzte Quartalszahlen enttäuschten : Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Umsatz um 15 Prozent auf 15,3 Milliarden US-Dollar. Auch die Gewinnmarge fiel mit 45,9 Prozent deutlich niedriger aus.

Für das letzte Jahresquartal erwartet Intel einen Umsatz zwischen 14 bis 15 Milliarden US-Dollar. Bis 2025 will Intel jährlich bis zu 10 Milliarden US-Dollar einsparen und neue Investitionen auf rentable Geschäftsbereiche beschränken.

Der Chiphersteller hatte 2022 große Investitionen bekanntgegeben . Insgesamt sollen 33 Milliarden US-Dollar in neue Standorte in Europa investiert werden. Darunter ist auch eine Mega-Fab in Magdeburg, deren Bau 2023 beginnen soll .


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