Halbleiterkrise: Volkswagen kann keine Wärmepumpen in E-Autos verbauen

Volkswagen hat gegenüber Electrive.net(öffnet im neuen Fenster) erklärt, dass das Unternehmen die Situation genau beobachte und hoffe, die Wärmepumpe bald wieder in das Angebot aufnehmen zu können.
Das Problem betrifft nicht nur den ID.4, sondern alle ID-Modelle von VW. Auch bei Audi wurde nachgefragt, aber bislang gab es von diesem Hersteller keine Antwort. Wie VW mit Kunden umgehen wird, die bereits ein Fahrzeug mit Wärmepumpe bestellt haben, ist noch nicht bekannt. Ob es eine Kompensation oder Gutschrift geben wird, bleibt ungewiss. In Kanada erhalten die Kunden eine Gutschrift, wie das Blog Drive Tesla Canada(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Alternativ können die Kunden auch vom Kauf zurücktreten. Q4-E-Tron-Kunden erhalten ebenfalls eine Gutschrift(öffnet im neuen Fenster) .
Die Wärmepumpenmodule für den ID.3 und ID.4 bezieht VW von dem britischen Unternehmen TI Fluid Systems (TIFS), berichtet Electrive.net. TIFS baut das Wärmepumpenmodul, wobei dessen Komponenten aus dem Jablonec-Werk von TI Fluid Systems in der Tschechischen Republik geliefert werden. Der Mangel betrifft nicht nur die Belieferung eines Werks, sondern auch die Weltmärkte, was die Dimension des Halbleitermangels verdeutlicht.
Chipkrise trifft die Branche
Der Halbleitermangel führte im vergangenen Jahr zu Produktionsstopps bei verschiedenen Automobilherstellern und beeinträchtigte auch die Produktion von Elektrofahrzeugen.
Der Hauptgrund für die weltweite Chipknappheit ist die Coronapandemie(öffnet im neuen Fenster) . Die Produktionsanlagen wurden aufgrund von Lockdowns geschlossen, wodurch die Lagerbestände dezimiert wurden. Der sprunghafte Anstieg der Verkäufe elektronischer Geräte während der Pandemie führte zu einer enormen Nachfrage nach Halbleitern(öffnet im neuen Fenster) , und auch das angespannte Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und China ist ein Faktor(öffnet im neuen Fenster) . Es ist davon auszugehen, dass die derzeitige Halbleiterkrise frühestens im Jahr 2023 abklingen wird(öffnet im neuen Fenster) .