Abo
  • Services:
Anzeige
Memristor aus Titandrähten
Memristor aus Titandrähten (Bild: HP)

Halbleiterforschung: Neuer Memristor kann zehn Zustände speichern

Memristor aus Titandrähten
Memristor aus Titandrähten (Bild: HP)

Irische Wissenschaftler haben einen neuartigen Memristor entwickelt, dessen Widerstandswerte gezielt verändert werden können. Damit können in nur einem Bauteil zehn Werte gespeichert werden, was sich für völlig neuartige Computer nutzen lassen könnte.

Anzeige

8 Bit sind ein Byte. Was aber, wenn ein einziges Bauelement gleich zehn verschiedene Zustände annehmen könnte? Dann wäre eine neue Informatik nötig, meint IEEE Spectrum. Die Fachpublikation der Ingenieursvereinigung berichtet über den "Trinity Memristor", der am Trinity College in Dublin entwickelt wurde.

Der Memristor gilt als einer der Hoffnungsträger für eine Vereinheitlichung der Speicher von Computern, die bisher zwischen flüchtig, wie bei DRAM, und nichtflüchtig, wie bei Flash, aufgeteilt sind. Dazu speichert das neue Bauelement Zustände - wie ein Bit - nicht in Form von Ladungen, sondern durch verschiedene Werte des Widerstands, daher auch der Name: ein Kunstwort aus "Memory Resistor".

Der Trinity Memristor kann aber nicht nur Null und Eins speichern, sondern bisher sechs verschiedene Zustände, allerdings nicht zur gleichen Zeit. Vielmehr werden die verschiedenen Widerstandswerte in einem Prozess, der einem Schreibvorgang vergleichbar ist, durch das Anlegen von Spannungen erzeugt. Bei einem ersten Impuls mit 7,5 Volt erreicht der Memristor einen bestimmten Widerstand, was sich fünf Mal wiederholen lässt. Die Wissenschaftler sind zuversichtlich, auch zehn verschiedene Werte zu erreichen.

Löschen lässt sich die gespeicherte Information auch, und zwar indem minus 7,5 Volt angelegt werden. Bei beiden Vorgängen, dem Schreiben und dem Löschen, wird die Struktur des Memristors verändert, wobei Sauerstofflücken im Material und Gold eine Rolle spielen. Je mehr Lücken im Nanodraht des Memristors aus Titanoxid vorhanden sind, desto leichter fließt Strom - der Widerstand sinkt. Die negative Spannung zerstört diese Lücken, so dass der Memristor wieder seinen ursprünglichen Zustand einnimmt.

Wenn sich solche Bauteile konstruieren lassen, die zehn Zustände annehmen, könnten sich mehr Informationen in viel weniger Raum speichern lassen. Der größte positive Integer-Wert für ein 64-Bit-Wort benötigt eben auch 64 Bit. Mit der Basis 10, statt bisher 8, wären dafür aber nur noch 20 Bit nötig. Könnte man also einen Flash-ähnlichen Speicher aus den Trinity-Memristoren konstruieren, so hätte dieser bei gleicher Fertigungstechnik mehr als die dreifache Kapazität. Auch das Rechnen mit 10-Bit-Werten wäre so möglich.


eye home zur Startseite
furanku1 25. Nov 2014

Meinst Du damit mich? Glaub mir, ich weiß wovon ich rede: Bin promovierter Physiker...

spag@tti_code 25. Nov 2014

Aus dotiertem Silizium. Beides sind Speichertechnologien. Die eben pro Zelle mehr als...

minastaros 25. Nov 2014

Wo ist da jetzt die völlig Neuerung der _Computer_? Hier geht es doch "nur" um eine...

Solano 25. Nov 2014

Titel: Neuer Memristor kann zehn Zustände speichern Artikelmitte: "Die Wissenschaftler...

plutoniumsulfat 25. Nov 2014

kann weg



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Harvey Nash GmbH, Berlin, Frankfurt am Main
  2. Daimler AG, Germersheim
  3. Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Lemgo
  4. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,97€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf + 3€ Versand)
  2. (u. a. The Revenant 7,97€, James Bond Spectre 7,97€, Der Marsianer 7,97€)

Folgen Sie uns
       


  1. Smartphone

    Neues Huawei Y6 für 150 Euro bei Aldi erhältlich

  2. Nahverkehr

    18 jähriger E-Ticket-Hacker in Ungarn verhaftet

  3. Bundesinnenministerium

    Neues Online-Bürgerportal kostet 500 Millionen Euro

  4. Linux-Kernel

    Android O filtert Apps großzügig mit Seccomp

  5. Computermuseum Stuttgart

    Als Computer noch ganze Räume füllten

  6. ZX-E

    Zhaoxin entwickelt x86-Chip mit 16-nm-Technik

  7. Microsoft

    Windows 10 Redstone 3 streicht einige Funktionen

  8. Smartphone

    LG stellt Q8 mit zweitem Display vor

  9. Francois Piednoël

    Principal Engineer verlässt Intel

  10. Surface Laptop im Test

    Microsofts Next Topmodel hat zu sehr abgespeckt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test: 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test
240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel
  3. Gaming-Bildschirme Freesync-Displays von Iiyama und Viewsonic

Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
Moto Z2 Play im Test
Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
  1. Modulares Smartphone Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro
  2. Lenovo Hochleistungs-Akku-Mod für Moto Z
  3. Moto Z Schiebetastatur-Mod hat Finanzierungsziel erreicht

Neuer A8 vorgestellt: Audis Staupilot steckt noch im Zulassungsstau
Neuer A8 vorgestellt
Audis Staupilot steckt noch im Zulassungsstau
  1. Autonomes Fahren Continental will beim Kartendienst Here einsteigen
  2. Verbrenner Porsche denkt über Dieselausstieg nach
  3. Autonomes Fahren Audi lässt Kunden selbstfahrenden A7 testen

  1. Re: DSLRs?

    der_wahre_hannes | 14:41

  2. Re: Materialwahl

    tpk | 14:41

  3. Re: Das wären interessante chips für ultra kleine PCs

    Sinnfrei | 14:41

  4. Re: Exploit - Wettannahme hier

    Füchslein | 14:37

  5. T-Systems...

    vankooch | 14:35


  1. 14:30

  2. 14:00

  3. 13:29

  4. 13:13

  5. 11:59

  6. 11:58

  7. 10:51

  8. 10:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel