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Dual-Sourcing ist unwahrscheinlich

Dass Apple hingegen ein älteres Design wie den A18 Pro, der im Macbook Neo verbaut ist, portiert, halten wir für unwahrscheinlich. Hier scheint Apple zwar nachbestellen zu müssen, ein Wechsel des Fertigers erscheint hier aber wenig sinnvoll.

Der Aufwand für einen Wechsel des Fertigungsprozesses ist hoch, sofern der Fertiger ihn nicht explizit als Design-kompatibel ausgelegt hat. TSMC etwa sieht dies bei Zwischenschritten wie A13 vor.

Zwischen zwei Herstellern unterscheiden sich aber bereits die sogenannten Process Design Kits (PDKs). Das bedeutet mindestens unterschiedliches zeitliches Verhalten. Auch die verfügbaren Standardzellen, aus denen die Logik eines Chips aufgebaut wird, können verschieden sein.

Zwar nutzen die Halbleiterfertiger ähnliche Maschinenparks, bauen damit aber unterschiedliche Komponenten. Daher genügt es nicht, einfach neue Masken zu fertigen. Vielmehr muss das finale Layout neu erstellt, verifiziert und eventuell angepasst werden.

Dual-Sourcing birgt Risiken

Aus dem gleichen Grund erscheint auch sogenanntes Dual Sourcing, also die Aufteilung der Fertigung eines Chips auf zwei Auftragsfertiger, als unwahrscheinlich. Es ist nicht nur aufwendig und teuer, da Teile des Entwurfsprozesses doppelt erfolgen und zweimal Maskensätze entwickelt, die gefertigten Chips verifiziert und gegebenenfalls korrigiert werden müssen.

Die verschiedenen Chips können auch unterschiedliche Charakteristika aufweisen. Für solche Leistungsunterschiede – wenn auch durch die Verwendung unterschiedlicher SoCs – erntet etwa Samsung regelmäßig Kritik. Apple-Kunden dürften derartige Unterschiede wohl noch weniger tolerieren.

Rückkehr zum 18-monatigen Produktzyklus

Intels Zeitplan für 18A-P sieht einen Start der Serienfertigung 2026 vor, vermutlich wie bei Intel 18A gegen Mitte der zweiten Jahreshälfte. Erste Produkte sind damit gegen Mitte 2027 realistisch. Das würde grob zu einem 18-monatigen Produktzyklus bei Macbook und iPad Pro passen, die M5-Varianten wurden Mitte Oktober 2025 vorgestellt.

Mit Ausnahme des M4 brachte Apple in den vergangenen Jahren etwa alle eineinhalb Jahre einen neuen M5-Prozessor auf den Markt. Entsprechend könnte in rund einem Jahr ein neuer M6 vorgestellt werden – diesmal Made in USA.

Wie sich die Zusammenarbeit entwickelt, wird die Entwicklung dieses Projekts entscheiden. Theoretisch könnten auch die Pro- und Max-Varianten zumindest teilweise bei Intel gefertigt werden. Mit dem M5 Pro und Max hat Apple durch den Umstieg auf Chiplets dafür bereits die Grundlagen geschaffen. Auch Intels Advanced Packaging könnte Apple dafür nutzen.


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