Halbleiterfertigung: Samsungs 5-nm-EUV-Prozess ist bereit

Nachdem TSMC schon die Risk Production von Chips im 5-nm-Verfahren gestartet hat, vermeldet Samsung, dass Kunden den eigenen 5-nm-Prozess nutzen können. Um für genügend Kapazitäten zu sorgen, wird eine weitere Linie im Werk im südkoreanischen Hwaseong gebaut.

Artikel veröffentlicht am ,
Rendering der neuen Linie der Fab S3
Rendering der neuen Linie der Fab S3 (Bild: Samsung)

Samsung Foundry hat die Entwicklung des 5-nm-Verfahrens mit extrem ultra-violetter Strahlung (EUV) abgeschlossen und nimmt Aufträge von Kunden entgegen. Die genaue Bezeichnung des Nodes nennt Samsung nicht, bisher war von 5LPE (Low Power Early) und 5LPP (Low Power Plus) die Rede. Verglichen mit 7LPP, also 7 nm mit EUV, soll 5 nm mit EU eine ein Viertel gestiegene Transistordichte und eine 20 Prozent geringere Leistungsaufnahme oder eine 10 Prozent höhere Geschwindigkeit aufweisen.

Bei 7LPP nutzt Samsung die extrem ultra-violette Strahlung vor allem für die Back-End-of-Line, also die Metal-Layer der Interconnects. Beim 5-nm-Node hingegen sollen auch mehr Schichten der Middle-End-of-Line mit EUV belichtet werden. Der Unterschied zwischen beiden Nodes ist vergleichsweise gering, auch die Design-Regeln ähneln sich. Das macht es Partnern leichter, auf den neueren Prozess zu wechseln, falls die Verbesserungen die Kosten aufwiegen. Neben 7LPP gibt es auch eine optimierte Variante, die Samsung als 6 nm EUV bezeichnet und von der es erste Tape-outs gibt.

Um ausreichend Kapazitäten für 7 nm und 5 nm zu haben, rüstet Samsung die Fab S3 im südkoreanischen Hwaseong auf: Das Halbleiterwerk erhält eine weitere Linie, also einen zusätzlichen Gebäudekomplex, für die EUV-Produktion. Es soll im zweiten Halbjahr 2019 zu Ende gebaut werden und ab 2020 die Serienfertigung aufnehmen.

Die Konkurrenz, sprich TSMC, hatte im April 2019 die 5-nm-Risk-Production gestartet. Für den sogenanntem N5-Prozess hatte die weltgrößte Foundry die Fab 18 errichtet: Die Semiconductor Fabrication Plant kostete 17 Milliarden US-Dollar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
OpenAI
Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store

Nur einen Tag, nachdem OpenAI ChatGPT für Entwickler geöffnet hat, lassen sich Angebote finden, die es nicht geben dürfte.

OpenAI: Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store
Artikel
  1. AVM: Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht zum Einsatz
    AVM
    Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht "zum Einsatz"

    Huawei hat einen großen Patentpool zu Wi-Fi 6. Fritzbox-Hersteller AVM hat die Patente nach eigenen Angaben in seinen Wi-Fi-6-Routern nicht genutzt, will sie aber dennoch für ungültig erklären lassen.

  2. LTE: Kaum weniger Funklöcher in Deutschland
    LTE
    Kaum weniger Funklöcher in Deutschland

    Während bei 5G viel ausgebaut wurde, haben die Netzbetreiber zu wenig LTE-Funklöcher geschlossen. Das ergab zumindest eine Auswertung von Verivox.

  3. E-Corner: Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken
    E-Corner
    Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken

    Die Hyundai-Tochter Mobis präsentiert eine Technik, mit der sich die Autoräder seitlich drehen lassen, um das parallele Einparken zu erleichtern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /