Halbleiterfertigung: Keine Grundstoffe und Komponenten für Chinas Chipindustrie

Die USA drängen Deutschland, Japan, die Niederlande und Südkorea, die seit 2022 geltenden Exportbeschränkungen bei Halbleitern konsequenter umzusetzen.

Artikel veröffentlicht am , Matthias Wellendorf
Halbleiter
Halbleiter (Bild: Pexels.com)

Seit 2022 verbieten die USA den Export leistungsfähiger Chips nach China, um die Entwicklung der dortigen Halbleiterindustrie nachhaltig zu schwächen. Doch die Verbündeten folgen nur halbherzig. Das wollen die USA nun ändern, wie Bloomberg berichtet.

Japan und die Niederlande unterstützen die Exportbeschränkungen zwar offiziell, gleichzeitig gewähren sie ihren Unternehmen aber großzügige Schlupflöcher.

Deutschland ist bisher noch nicht Teil dieser Gruppe, soll aber vor dem nächsten G7-Treffen im Juni dazustoßen. Mit Südkorea befinden sich die USA bereits in einem Dialog.

Die vier Länder gelten weltweit als die wichtigsten Lieferanten von Produktionsanlagen bzw. deren Komponenten sowie den für die Chipproduktion benötigten Ausgangsstoffen.

Während etwa ASML keine seiner Belichtungsmaschinen mehr für die Halbleiterfertigung liefert, erhält der Hersteller vom niederländischen Staat weiterhin die Genehmigungen, um den in China vorhandenen Maschinenpark zu warten.

Auch die Carl Zeiss AG, einer der wichtigsten ASML-Zulieferer, exportiert nach wie vor optische Komponenten in das Land. Ebenso aus Südkorea erhält die chinesische Chipindustrie dringend benötigte Bauteile, aus Japan werden chemische Grundstoffe, etwa die Fotolacke, geliefert.

Westliche Hilfe für Aufbau einer Halbleiterfertigung

Damit erhält China jedoch alles, was es zum Aufbau einer eigenen leistungsfähigen Halbleiterindustrie benötigt. Das gilt insbesondere für SMIC. Der Hersteller beherrscht mittlerweile die Fertigung in modernen 7- und 5-nm-Prozessen und entwickelt ein eigenes 3-nm-Verfahren.

Bereits vor mehr als einem Jahr wies der Analyst und Betreiber von Semianalysis, Dyan Patel, auf diese Problematik hin, wobei er noch auf einen zweiten Umstand verwies: Unternehmen, die sich auf dem chinesischen Markt engagieren, werden nicht selten zu Joint Ventures genötigt, mit denen technologisches Wissen in chinesische Hände gelangt.

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