Halbleiterfertigung: Intel verhandelt über Fördermittel für Fabrik bei Magdeburg

Intel verhandelt laut Angaben des Wirtschaftsmagazins Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) aktuell mit der Bundesregierung sowie der Landesregierung Sachsen-Anhalt erneut über die Höhe der Fördermittel für den Bau einer Chipfabrik bei Magdeburg. Ursprünglich waren 6,8 Milliarden Euro zugesagt worden, nun soll Intel weitere vier bis fünf Milliarden fordern.
Bereits im Februar berichtete das Handelsblatt von einer Fördersumme von rund 10 Milliarden Euro(öffnet im neuen Fenster) , die Intel für den Bau eingefordert haben soll. Grund dafür sollen die auf 30 Milliarden Euro gestiegenen Kosten sein, die sich aus den Baukosten sowie den stark angestiegenen Energiepreisen zusammensetzen.
In der Fabrik sollten ursprünglich ab 2027 Prozessoren in einem aktuellen Fertigungsverfahren hergestellt werden. Wann es genau losgeht, ist aktuell jedoch noch unklar, denn zuletzt gab es Verzögerungen. Mutmaßlich handelt es sich dabei um Intel 18A mit extrem-ultravioletter Belichtung (EUV). Entsprechende Belichtungsmaschinen von ASML sollen bis dahin verfügbar sein.
Ein Windpark könnte die Stromkosten senken
Die Landesregierung denkt offenbar auch über weitere Projekte nach, um den Standort attraktiver zu gestalten. Statt allein mit Geld zu subventionieren, soll ein eigener Windpark(öffnet im neuen Fenster) für die Fabrik die Stromkosten senken und so die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Bei einem Strombedarf von bis zu 100 Megawatt sind Energiekosten ein wichtiger Faktor.
Wichtig für die Bewilligung von Fördermitteln durch die Bundesregierung ist dabei auch der EU-Chips-Act , welcher sich aktuell im Trilog zwischen dem EU-Parlament, der EU-Kommission und dem Europäischen Rat befindet. Verhandelt wird über milliardenschwere Fördermittel für den Aufbau einer europäischen Infrastruktur zur Halbleiterproduktion, um insbesondere vom asiatischen Markt und damit verbundenen Lieferketten unabhängiger zu werden.



