Halbleiterfertigung: Intel könnte Globalfoundries für 30 Mrd US-Dollar kaufen

Um die eigene Kapazität rasant zu steigern, soll Intel eine Übernahme von Globalfoundries planen, dem drittgrößten Auftragsfertiger der Welt.

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Ein Wafer mit Ice-Lake-SP-Xeon-Chips
Ein Wafer mit Ice-Lake-SP-Xeon-Chips (Bild: Intel)

Während Intel an vielen Standorten gleichzeitig in neue Fabs investiert, ist auch der Zukauf bei der Konkurrenz eine Option: Intel soll sich in Gesprächen mit Globalfoundries befinden, berichtet das Wall Street Journal. Der Deal hätte ein Volumen von 30 Milliarden US-Dollar und würde Intel mehrere Werke verschaffen.

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Zuletzt hatte Globalfoundries angekündigt, rund eine Milliarde US-Dollar zu investieren, um die Fertigungskapazität im sächsischen Dresden zu verdoppeln. Zudem wurde der Grundstein für eine neue Fab für bis zu 450.000 Wafer pro Jahr in Singapur gelegt, die ab 2023 in Betrieb genommen werden soll und vier Milliarden US-Dollar kostet.

Eine Übernahme durch Intel wäre zudem die Alternative zum Börsengang, den Globalfoundries angeblich planen soll. Das Unternehmen könnte eine Bewertung von 30 Milliarden US-Dollar erhalten, hieß es aus dem Umfeld der Investmentbank Morgan Stanley, die Globalfoundries berät.

Fokus Speziallösungen

Der Auftragsfertiger ist nach der taiwanischen TSMC und Samsung Foundry der drittgrößte der Welt, der Fokus liegt aber nicht auf Highend-Nodes wie 5 nm, sondern auf Speziallösungen wie 22DFX. Globalfoundries entstand 2008 durch die Ausgliederung von AMDs Fab-Sparte, welche im Besitz der Mubadala Development Company ist, einer Investitionsfirma des Emirats Abu Dhabi.

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Bis heute existieren enge Verbindungen zu AMD, so wurde zuletzt das Wafer Supply Agreement bis Ende Dezember 2024 verlängert und auf ein Volumen von 1,6 Milliarden US-Dollar festgelegt. Wird die entsprechende Menge nicht gebucht, sind Strafzahlungen fällig. Das WSA entbindet AMD allerdings vom bisherigen 12-/14-nm-Zwang, die Ryzen-Erfinder dürfen künftig jede Art von Chip überall fertigen lassen.

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Weltweiter Fab-Ausbau

Intel wiederum will sich mit den Intel Foundry Services (IFS) wieder verstärkt als Auftragsfertiger verdingen, was in den vergangenen Jahren kaum funktioniert hat. Hierzu baut der Hersteller seine Fab-Standorte im US-Bundesstaat Arizona für 20 Milliarden US-Dollar aus, im US-Bundesstaat New Mexico soll einPackaging-Werk für 3,5 Milliarden US-Dollar entstehen und für Israel wurde eine Fab für 10 Milliarden US-Dollar bestätigt.

Auch in Europa soll die Fertigung modernisiert werden, der Standort im irischen Leixlip soll bis 2021 mit insgesamt 7 Milliarden US-Dollar für 7 nm vorbereitet werden. Überdies gibt es Pläne für eine neue Fab in Europa, vielleicht sogar in Deutschland - dort würde sich Dresden anbieten.

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