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Halbleiterfertigung: Intel-Aktie fällt nach Nvidas Abbruch des 18A-Prozesses

Nvidia hat angeblich die Tests von Intels 18A-Produktionsprozess eingestellt. Die Intel -Aktie verlor daraufhin rund 2,2 Prozent an Wert.
/ Andreas Donath
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Intel-Logo am Eingang zum Robert-Noyce-Gebäude von Intel in Santa Clara, USA. (Bild: Intel)
Intel-Logo am Eingang zum Robert-Noyce-Gebäude von Intel in Santa Clara, USA. Bild: Intel

Intel-Aktien gerieten an Weihnachten unter Druck, nachdem durch einen Medienbericht bekannt wurde, dass Nvidia die Tests von Intels Fertigungstechnologie für fortschrittliche Halbleiter abgebrochen hat. Nvida galt als möglicher Vorzeigekunde, der die Wettbewerbsfähigkeit von Intels modernsten Fertigungstechnologien hätte stützen können.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) hatte Nvidia kürzlich Intels 18A-Produktionsprozess evaluiert , entschied sich jedoch gegen eine Weiterentwicklung der Zusammenarbeit. Die Nachrichtenagentur berief sich auf zwei namentlich nicht genannte Quellen. Beide Unternehmen äußerten sich zunächst nicht öffentlich zu den Berichten.

Intel-Vertreter erklärten gegenüber Reuters, dass die 18A-Fertigungstechnologien wie geplant voranschreiten. Die Aktie des Chipherstellers fiel im New Yorker Handel um etwa 2,2 Prozent.

Der 18A-Prozess ist Intels Versuch, die Führungsposition in der Halbleiterfertigung zurückzugewinnen. Das Unternehmen hat kürzlich die Massenproduktion in seiner neuen Fab-52-Anlage in Arizona aufgenommen, die diese Technologie nutzt. Intel bezeichnet 18A als das fortschrittlichste Chip-Produktionsverfahren, das derzeit in den USA entwickelt und eingesetzt wird.

Intels Fertigungsoffensive und der Branchenwettbewerb

Intel versucht mit seinem neuen Fertigungsprozess, die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) herauszufordern, den aktuellen Weltmarktführer in der Chip-Produktion. Intels inländische Fertigungsinitiative zielt darauf ab, die amerikanische Vormachtstellung in der Halbleitertechnologie wiederherzustellen.

Nvidia investierte im September 2025 5 Milliarden US-Dollar in Intel, kurz nachdem die US-Regierung rund 10 Prozent am Unternehmen erworben hatte. Die Investition von Nvidia, derzeit das wertvollste Unternehmen der Welt und führender Designer von KI-Chips, wurde als Unterstützung für Intels Bemühungen gewertet, wieder mehr Traktion zu erreichen. Die Vereinbarung von September beinhaltete jedoch keine Verpflichtung für Intel, Nvidia-Chips zu produzieren.

Die 18A-Technologie umfasst zwei technische Innovationen: Die erste betrifft das Gate-All-Around-Transistor-Design, das eine präzisere Kontrolle der mikroskopisch kleinen Schalter ermöglicht, die Halbleitern ihre Funktionalität verleihen. Moderne Chips enthalten Dutzende Milliarden dieser Transistoren auf kleinstem Raum.

Die zweite Innovation betrifft die Stromversorgungssysteme von Chips. Intel geht davon aus, dass diese Verbesserungen zu transistordichteren und energieeffizienteren Prozessoren führen könnten.


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