Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Halbleiterfertigung in den USA: Trump lobt sich selbst für Kooperation von Intel und Apple

Wie genau die Zusammenarbeit zwischen Intel und Apple aussieht, ist noch unklar. Für Trump ist nur wichtig: Es sei sein Verdienst.
/ Mike Faust
3 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Welche Chips Intel für Apple fertigen wird, ist noch nicht bekannt. (Bild: Reuters)
Welche Chips Intel für Apple fertigen wird, ist noch nicht bekannt. Bild: Reuters

Apple hat sich dazu bereit erklärt, beim Design und der Fertigung seiner Chips mit Intel zusammenzuarbeiten. Wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster), gab US-Präsident Donald Trump am 18. Juni 2026 eine entsprechende Vereinbarung bekannt.

In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social machte Trump seine Amtsvorgänger für die Vormachtstellung Taiwans und anderer Länder auf dem Chipmarkt verantwortlich. Er habe daher zu Beginn seiner zweiten Amtszeit beschlossen, Intel zu unterstützen und die Halbleiterfertigung in die USA zurückzuholen.

Die Vermittlung zwischen Intel und Apple bezeichnete er als seinen jüngsten Verdienst, um dem Chipkonzern zu helfen. Ähnliches beanspruchte er auch für Vereinbarungen zwischen Intel und Nvidia sowie Intel und Tesla. Trump nannte keine Details dazu, welche Art von Chips Intel für Apple fertigen könnte.

Aktienkurs von Intel steigt

Für Intel bedeutet die Zusammenarbeit mit Apple einen großen Schub für die Bemühungen des Unternehmens, sein Chipgeschäft wieder rentabel zu machen. Eine stetige Nachfrage nach Produkten durch Apple würde nicht nur den Umsatz, sondern auch den Ruf von Intel stärken.

Eine Zusammenarbeit mit Intel bietet Apple zudem die Gelegenheit, seine Fertigungsbasis zu diversifizieren und die Abhängigkeit von TSMC zu reduzieren. Der Auftragsfertiger ist durch die hohe Nachfrage nach KI-Chips stark ausgelastet und prognostiziert, dass diese Situation noch einige Zeit anhalten wird.

Nach der Bekanntgabe der Vereinbarung mit Apple stieg der Aktienkurs von Intel um 10 Prozent. Der Konzern hatte viele Jahre mit Problemen zu kämpfen und verlor seine marktbeherrschende Stellung. Seit Anfang 2025 stieg der Aktienkurs um 464 Prozent und die Marktkapitalisierung auf 608,7 Milliarden US-Dollar.

Die US-Regierung hält 10 Prozent der Anteile an Intel. Donald Trump selbst handelte in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 mit Tech-Aktien im Wert von mehreren 100 Millionen US-Dollar und es ist nicht ausgeschlossen, dass er dabei Insiderwissen nutzte.


Relevante Themen