Halbleiterfertigung: Globalfoundries baut neue Fab und sagt Intel ab

Der Auftragsfertiger Globalfoundries will seine Standorte erweitern und ein zusätzliches Werk errichten. Übernahmegerüchte wurden verneint.

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Ein Techniker samt Chip
Ein Techniker samt Chip (Bild: Globalfoundries)

Globalfoundries hat Investitionen in Milliardenhöhe bekanntgegeben: Der Auftragsfertiger wird seine Fabs in den USA und in Singapur zugunsten von mehr Kapazität ausbauen, zudem ist von einem weiteren Werk die Rede.

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Für die Fab 8 in Malta im US-Bundesstaat New York will Globalfoundries eine Milliarde US-Dollar investieren, hier soll der jährliche Wafer-Ausstoß um 150.000 Scheiben pro Jahr steigen.

Das ist deutlich weniger als beim neuen Werk in Singapur, hier sollen vier Milliarden US-Dollar die Kapazität um 50 Prozent steigern, so dass ab 2023 bis zu 450.000 Wafer pro Jahr belichtet werden.

Fab 8.2 für doppelte Kapazität

In Dresden wiederum sollen künftig eine Million Scheiben vom Band laufen, da Globalfoundries auch hier investiert. Um die Kapazität um den Faktor 2,5 zu steigern, müsste die Fertigung in Dresden erweitert werden. Derzeit besteht die Fab 1 aus drei Modulen.

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Neben den Erweiterungen ist mit der Fab 8.2 auch ein komplett neues Werk in Malta geplant, das die Kapazität des Standorts verdoppeln soll. Abgesehen davon, dass es sich um eine öffentlich-private Partnerschaft handeln soll, nannte Globalfoundries aber keine Informationen. Denkbar wäre eine Zusammenarbeit mit dem US-Militär, das Interesse an der lokalen Halbleiterfertigung hat.

Einer angeblichen Übernahme durch Intel erteilte Globalfoundries' CEO Tom Caulfield eine klare Absage: "An dieser Geschichte ist nichts dran", sagte er. Zuvor gab es Berichte, wonach Intel rund 30 Milliarden US-Dollar bezahlen könnte.

Fokus auf Speziallösungen

Globalfoundries ist nach der taiwanischen TSMC und Samsung Foundry aus Südkorea der drittgrößte Auftragsfertiger der Welt, der Fokus liegt aber nicht auf High-End-Nodes wie 5 nm, sondern auf Speziallösungen wie 22DFX. Globalfoundries entstand 2008 durch die Ausgliederung von AMDs Fab-Sparte, welche im Besitz der Mubadala Development Company ist, einer Investitionsfirma des Emirats Abu Dhabi.

Bis heute existieren enge Verbindungen zu AMD, so wurde zuletzt das Wafer Supply Agreement bis Ende Dezember 2024 verlängert und auf ein Volumen von 1,6 Milliarden US-Dollar festgelegt. Wird die entsprechende Menge nicht gebucht, sind Strafzahlungen fällig. Das WSA entbindet AMD vom bisherigen 12-/14-nm-Zwang, die Ryzen-Erfinder dürfen künftig jede Art von Chip überall fertigen lassen.

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